Junge (8) vor ICE gestoßen: Überraschende Erkenntnisse zum Täter

Frankfurt am Main - Vor rund vier Wochen ereignete sich am Frankfurter Hauptbahnhof ein Unglück, das ganz Deutschland bewegt. Eine Frau (40) und ihr achtjähriger Sohn werden von einem ihnen völlig unbekannten Mann (40) in die Gleise gestoßen. Während sich die Mutter retten konnte, wurde ihr Kind von einem einfahrenden ICE getötet (TAG24 berichtete). Nun gibt es neue Erkenntnisse zum mutmaßlichen Täter.

Das Unglück ereignete sich an Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofes.
Das Unglück ereignete sich an Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofes.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Wie die Bild-Zeitung am Dienstag berichtet, habe die Frankfurter Staatsanwaltschaft nun die Ergebnisse eines Bluttestes veröffentlicht der bei dem 40-jährigen Flüchtling durchgeführt wurde. Diese besagen, dass der Mann, bei dem es sich um Habte Araya handeln soll, zur Tatzeit nüchtern und nicht unter dem Einfluss von Drogen gestanden haben soll.

Der gebürtige Eritreer, der zunächst rund zwölf Jahre in der Schweiz lebte, wird aktuell von Psychologen betreut. Schon während seines Aufenthalts in der Schweiz wurden bei dem 40-Jährigen psychische Erkrankungen diagnostiziert.

So habe er beispielsweise Stimmen gehört und unter Verfolgungswahn gelitten. Nach seiner Verhaftung soll er darüber hinaus ausgesagt haben, dass nicht genauer definierte "Fremde" seine Gedanken kontrollieren könnten und ihn Handystrahlen sowie elektromagnetische Wellen steuern würden.

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Eine Staatsanwältin äußerte sich gegenüber der Bild wie folgt: "Hinsichtlich Drogen war die Blutuntersuchung des Beschuldigten ohne Befund. Es wird aber noch abgeklärt, ob Medikamente nachzuweisen sind. Insoweit muss das Ergebnis der ergänzenden Untersuchungen abgewartet werden".

Es ist also weiterhin nicht auszuschließen, dass bewusstseinsverändernde Mittel mit für die grausame Tat vom 29. Juli verantwortlich sind.

Trauernde legten Blumen, Stofftiere und Grußworte am Unglücksort ab, um dem verstorbenen Achtjährigen zu Gedenken.
Trauernde legten Blumen, Stofftiere und Grußworte am Unglücksort ab, um dem verstorbenen Achtjährigen zu Gedenken.  © DPA/Arne Dedert

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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