Drogenszene in Frankfurter Bahnhofsviertel "eskaliert"

In Frankfurt werden viele Drogen von Junkies auf offener Straße konsumiert.
In Frankfurt werden viele Drogen von Junkies auf offener Straße konsumiert.  © DPA

Frankfurt - Dass Frankfurt für Drogenkonsum bekannt ist, ist alt. Laut Behörden habe sich aber die Situation um das Bahnhofsviertel herum über die vergangenen Jahre entspannt. Ein Anwohner behauptet jedoch genau das Gegenteil.

"Ich wohne seit zehn Jahren im Frankfurter Bahnhofsviertel und seit acht Jahren an der Niddastraße", schrieb Heiko Renner in seinem Anwohnerbericht in der FNP.

Für ihn sei die Situation beim Einzug in seine Wohnung damals "trotz allem erträglich und entspannt gewesen Die meisten Drogenkonsumenten waren friedlich und gingen weg, wenn ich sie darum bat."

Das habe sich laut Renner im Sommer 2016 erheblich geändert. Damals wurde im und am Hauptbahnhof vermehrt Rauschgift verkauft. Die Polizei vertrieb die Ticker, angeblich aber nur in die Niddastraße. Dort wohnt Renner.

Seither scheint sich die Lage unmittelbar vor seiner Tür drastisch verschlechtert zu haben. „Die Crackdealer und -konsumenten vor unserem Haus sind unerträglich aggressiv und laut. Einmal hat uns ein Mann eine Fensterscheibe eingeworfen, weil ich aus dem Wohnzimmer heraus fotografierte“, sagte Renner.

Die Stadt würde sich nicht genügend mit der Problematik beschäftigen. Die Junkies streiten sich untereinander, pinkeln an seine Hauswand und sind dazu nicht ansprechbar. Er fühle sich "im Stich gelassen".


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