Kevin-Prince Boateng packt aus: DFB-Team wollte "so einen wie mich nicht"

Frankfurt/Sassuolo - Kevin-Prince Boateng hat in seiner Karriere viel erlebt und erreicht. Doch für die deutsche A-Nationalmannschaft lief er nie auf. Nun verriet er den Grund dafür.

Bayern-Bezwinger: Mit der Eintracht holte Boateng im Mai 2018 den DFB-Pokal.
Bayern-Bezwinger: Mit der Eintracht holte Boateng im Mai 2018 den DFB-Pokal.  © DPA

"Null Reue, dass ich die deutsche Nationalelf verlassen habe. Ich hatte dort keinen Raum, weil ich das sage, was ich denke. So einen wie mich wollte man nicht", sagte der 31-Jährige der itlalienischen Zeitung Gazzetta dello Sport.

Nach der U21 war Schluss für Boateng im DFB-Team, nachdem er ab der U15 alle Jugend-Mannschaften durchlaufen hatte. Er verließ die Nachwuchs-Nationalmannschaft und entschied sich für seine Heimat Ghana.

"Ich wollte für meine Heimat spielen, so habe ich mich für Ghana entschieden. Ich bin darüber glücklich, weil ich so meine Wurzeln entdeckt habe", so Boateng. Für Ghana absolvierte er insgesamt 15 Partien, die letzte im Juni 2010.

Doch Boateng blickte auch kritisch auf seine Vergangenheit zurück. "Ich war nicht ernst und ich hatte nicht die richtigen Leute um mich, im Gegenteil zu heute. Schaue ich zurück, fühle ich, dass ich mehr hätte erreichen können, obwohl meine Karriere gut ist", so der ehemalige Eintracht-Star, der sich nach dem DFB-Pokalsieg mit den Frankfurtern dem Serie-A-Team US Sassuolo angeschlossen hatte.

Dass er am Ende doch noch so erfolgreich war, hat er vor allen Dingen einem Trainer zu verdanken: Jürgen Klopp. "Damals brauchte ich einen Motivator, jemanden, der mit mir spricht. Auch auf harte Weise, wie ein Vater. Und Klopp kann tödlich sein", erinnerte sich Boateng an die Zeit beim BVB.


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