Mann (25) wird von Ehefrau verlassen, dann schneidet er seinem Nachbarn den Finger ab

Frankfurt - Mit einem Küchenmesser soll er seinen Wohnungsnachbarn lebensgefährlich verletzt haben.

Als der Nachbar ihm um Ruhe bat, rastete der Kolumbianer aus. (Symbolbild)
Als der Nachbar ihm um Ruhe bat, rastete der Kolumbianer aus. (Symbolbild)  © DPA

Nun hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen einen 25 Jahre alten Kolumbianer aus dem Frankfurter Stadtteil Hausen erhoben. Vorgeworfen werden ihm versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung, wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag sagte.

Zwischen dem Beschuldigten und seiner Ehefrau soll es im April dieses Jahres abends zunächst einen lautstarken Streit auf der Straße vor der Wohnung gegeben haben. Die Frau hatte die Trennung angekündigt. Dann soll der Nachbar aus dem Fenster geschaut und um Ruhe gebeten haben. Kurze Zeit später kam er laut Anklage nach draußen, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen.

Der 25-Jährige hatte sich da schon mit dem Küchenmesser bewaffnet. Der erste Stich traf die Hand des Opfers und trennte den Zeigefinger ab. Die zweite Messerattacke gegen den Oberarm hatte demnach einen größeren Blutverlust zur Folge.

"Wären die Rettungskräfte nicht so schnell am Tatort gewesen, hätte das Opfer verbluten können", sagte Niesen. So aber habe er durch eine Notoperation gerettet werden können.

Der mutmaßliche Täter hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen eingelassen. Verhandlungstermine für den Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Frankfurt stehen noch nicht fest.


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