Mitbewohner im Schlaf mit Eisenstange erschlagen

Der mutmaßliche Schlug mit einer Eisenstange auf seinen Mitbewohner ein. (Symbolbild)
Der mutmaßliche Schlug mit einer Eisenstange auf seinen Mitbewohner ein. (Symbolbild)  © 123RF

Frankfurt - Als mutmaßlicher Mörder seines Zimmergenossen im Männerwohnheim steht von Dienstag an ein 47-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt.

Der Anklage zufolge soll der mehrfach vorbestrafte Mann den 66 Jahre alten Mitbewohner im Februar dieses Jahres mit einer Eisenstange erschlagen haben.

Das Opfer lag zu diesem Zeitpunkt schlafend auf dem Bett und galt deshalb laut Anklage als "arg- und wehrlos".

Schon einige Zeit vorher war der Angeklagte aus Äthiopien aufgefallen: Nachdem er in Frankfurt-Bornheim auf der Straße zwei Frauen angepöbelt hatte und deshalb ein Passant eingreifen musste, stieß er diesen Mann zu Boden, wo der sich an Glasscherben verletzte.

Die Schwurgerichtskammer musste den Prozess am vergangenen Dienstag vertagen, nachdem ein Schöffe nicht anwesend sein konnte. Das Verfahren könnte dennoch noch vor Weihnachten abgeschlossen werden.

Update 16:20 Uhr: Der 47-Jährige sprach zum Auftakt des Verfahrens von Erinnerungslücken.

Der Angeklagte behauptete am ersten Verhandlungstag, von dem späteren Opfer zunächst mit der Eisenstange angegangen worden zu sein. An weitere Einzelheiten konnte er sich nicht mehr erinnern. Man habe damals bereits seit Stunden viel Alkohol konsumiert gehabt.

Zudem sagte der Angeklagte vor Gericht, er habe die Frauen nicht angepöbelt.

Der 47-Jährige war nach eigenen Angaben vom Dienstag in jungen Jahren mit Krieg in seiner Heimat konfroniert. Seitdem habe er mit psychischen Problemen zu kämpfen, die er auch mit übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum angegangen sei. Zahlreiche seiner Vorstrafen hätten mit einer Suchtproblematik zu tun.

Nach der Gewalttat in dem Männerwohnheim war der Angeklagte in ein psychiatrisches Krankenhaus gekommen.


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