Frau misshandelt beinamputierte Bettlerin

Die Frau trat unter anderem einer beinamputierten Frau gegen den Beinstrumpf. (Symbolbild)
Die Frau trat unter anderem einer beinamputierten Frau gegen den Beinstrumpf. (Symbolbild)  © DPA

Frankfurt- Wegen Misshandlungen und Beleidigungen von Bettlern in Frankfurter Fußgängerzonen steht vom Mittwoch an eine Frau vor dem Landgericht.

Es ist der zweite Prozess gegen die 38-Jährige, die mutmaßlich psychisch krank ist.

In einem ersten Prozess war sie wegen ihrer Erkrankung im Januar 2016 vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen worden, obwohl sie unter anderem einer beinamputierten Frau gegen den Beinstumpf getreten hatte.

Das Landgericht Frankfurt erklärte die Frau für schuldunfähig und wies sie in ein psychiatrisches Krankenhaus ein.

Der Bundesgerichtshof hielt die Unterbringung allerdings für unwirksam, weil das Gericht die Zukunftsprognose der Frau nicht ausreichend geklärt habe. Eine andere Strafkammer muss sich deshalb erneut mit dem Fall befassen.

Update, 15 Uhr: Die psychisch kranke Frau muss nicht mit der Einweisung in eine Klinik rechnen.

Das Landgericht Frankfurt hob am Mittwoch eine Anfang des Jahres vom Gericht verfügte Unterbringung zur Bewährung auf. Die Zukunftsprognose der 38-Jährigen sei positiv, weil sie bereits seit mehreren Jahren nicht mehr negativ aufgefallen sei, hieß es in der Entscheidung.

Die Misshandlung der Obdachlosen bleibt für die Frau nunmehr ohne Folgen. Den wegen psychisch bedingter Schuldunfähigkeit ausgesprochenen Freispruch hatte bereits der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt.


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