Obdachlose in Frankfurt müssen im Winter nicht frieren

An der Hauptwache können sich Obdachlose für die Nacht niederlassen.
An der Hauptwache können sich Obdachlose für die Nacht niederlassen.  © DPA

Frankfurt - Kältebus, Notschlafplätze und U-Bahnstation: Die Stadt Frankfurt berichtet am Donnerstag über ihr Angebot für Obdachlose in diesem Winter.

Dabei wird auch die neue Notübernachtungsstätte im Ostpark vorgestellt. Fachleute von der Stadt, der Caritas und der Diakonie schildern zudem die Lage obdachloser Menschen in Hessens größter Stadt.

Viele der Obdachlosen in Frankfurt kommen aus Osteuropa. Vor Weihnachten - zur Zeit des Weihnachtsmarkts - sind es nach Einschätzung des Sozialdezernats meist besonders viele. Der Weihnachtsmarkt biete ihnen die Möglichkeit, Kunst darzustellen, Gelegenheitsjobs zu finden und auch zu betteln.

Das Team des Kältebusses traf in den vergangenen fünf Jahren in der Nacht zwischen 100 und 214 Obdachlose auf der Straße an. Er ist auch in dieser Saison bereits seit mehreren Wochen wieder im Einsatz. Sozialarbeiter versorgen die Menschen in den kalten Nächten mit Tee und Decken und bieten ihnen den Transport in eine Notunterkunft an.

Seit Anfang November können Obdachlose nachts auch wieder Unterschlupf in der U-Bahn-Station Hauptwache finden. Für rund 200 Menschen ist dort Platz. Im vergangenen Winter seien bis zu 127 pro Nacht gekommen.


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