25 Jahre nach einem Mord geht es dem "Laserman" an den Kragen

Ermittler stehen vor der erschossenen Frau.
Ermittler stehen vor der erschossenen Frau.  © DPA

Frankfurt - Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem gewaltsamen Tod einer Frankfurter Garderobenfrau steht der mutmaßliche Täter vom Mittwoch an vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64 Jahre alte John Ausonius, der als "Lasermann" bekannt wurde, Mord vor.

Der Schwede soll die Frau im Februar 1992 auf der Straße erschossen haben. Zuvor soll sie ihm angeblich ein elektronisches Notizbuch gestohlen haben. Nach der Tat flüchtete er in seine Heimat, wo er 1994 wegen Mordes und mehrerer Mordversuche zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Er hatte aus rassistischen Motiven auf dunkelhäutige Menschen geschossen, und zwar mit Hilfe einer Laser-Zielvorrichtung - daher auch sein Spitzname.

Im Jahr 2016 wurde der Mann auf Betreiben der Frankfurter Staatsanwaltschaft ausgeliefert. Der 64-Jährige, der jahrelang für die deutsche Justiz nicht greifbar war, sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Seine Haft in Schweden wurde dafür unterbrochen. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst sechs Verhandlungstage bis zum 23. Januar terminiert.


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