Orkan "Friederike" hinterlässt Bild der Zerstörung und Chaos in Hessen

In Nordhessen stürzte ein ganzes Gebäude zusammen.
In Nordhessen stürzte ein ganzes Gebäude zusammen.  © DPA

Frankfurt - "Friederike" fegte so heftig über Deutschland, dass dabei sechs Menschen ums Leben kamen. Auch in Hessen richtete der Orkan, der mit Böen bis zu 130 km/h unterwegs war, vielerorts großen Schaden an (TAG24 berichtete).

Rettungskräfte überall in Alarmbereitschaft, umgestürzte Bäume, unzählige gesperrte Bahnstrecken, Flugausfälle, einige Verletzte und am Ende des Tages ein klares Fazit: Der Orkan hat in Hessen ein Bild der Zerstörung hinterlassen.

Im ganzen Bundesland beginnen am Tag nach dem heftigen Sturm die Aufräumarbeiten. Doch wo hat "Friederike" am Donnerstag am stärksten gewütet?

Die Autobahn 7 ist wegen der Gefahr umstürzender Bäume nördlich von Kassel in Richtung Süden weiterhin dicht. Zwischen den Anschlussstellen Hann. Münden-Hedemünden in Niedersachsen und Kassel-Nord in Hessen bleibt die A7 voraussichtlich bis Freitagmittag auf einer Länge von rund 25 Kilometern gesperrt.

Besonders hart getroffen hat es die nordhessische Gemeinde Calden-Meimbressen bei Kassel. Dort zerstörte der Orkan ein komplettes landwirtschaftliches Anwesen.

Mit welcher Gewalt "Friederike" über Hessen hinweg rollte, zeigte sich auch auf der Bundesstraße 254 zwischen Brauserschwend und Reuters. Dort kippten zwei Lkw um, nachdem sie von Windböen erfasst wurden.

Am Service-Point der Deutschen Bahn in Frankfurt tummelten sich Menschenmassen.
Am Service-Point der Deutschen Bahn in Frankfurt tummelten sich Menschenmassen.  © DPA

Schon um die Mittagszeit wurde klar: Die Deutsche Bahn stellt den Fernverkehr im Bundesgebiet ein. Auch in Hessen waren Fahrgäste von Zugausfällen und gravierenden Verspätungen im Nahverkehr betroffen.

Am Frankfurter Hauptbahnhof strandeten somit zahlreiche Menschen. Vor allen Dingen rund um die Serviceschalter der Bahn tummelten sich verzweifelte Menschenmassen.

Mittlerweile läuft der Zugverkehr bis auf vereinzelte Ausnahmen wieder weitgehend fahrplanmäßig

Zahlreiche hessische Schüler durften sich aufgrund von "Friederike" bereits am Vormittag über schulfrei freuen. Hauptsächlich betroffen waren Schulen in den Kreisen Waldeck-Frankenberg und Lahn-Dill.

In Stadtallendorf traf ein umgestürzter Baum eine Dreizehnjährige. Dabei verletzte sich das Mädchen schwer. In Marburg erwischte eine Dachziegel eine 65-jährige Frau.

Insgesamt gingen bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im ganzen Land unzählige Notrufe ein. Am späten Nachmittag hatte sich die Lage in Hessen weitestgehend entspannt. Am Freitagmorgen hat sich "Friederike" verzogen. Dennoch bleibe es laut Deutschem Wetterdienst weiterhin stürmisch. Es müsse mit kleineren Gewittern und vereinzelt Schneefall gerechnet werden.


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