Inhaber von Frankfurter Wettbüro mit mehreren Schüssen getötet

Frankfurt - Mehr als vier Jahre nach dem Auftragsmord an einem Frankfurter Geschäftsmann steht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter kurz bevor.

Vor seinem Geschäft wurde der Inhaber mit mehreren Schüssen ermordet. (Symbolbild)
Vor seinem Geschäft wurde der Inhaber mit mehreren Schüssen ermordet. (Symbolbild)  © DPA

Das Landgericht Frankfurt verhandelt den Fall voraussichtlich von Dienstag (31. Juli) an. Der Inhaber eines Wettbüros in Frankfurt-Sachsenhausen war am 3. Januar 2014 vor seinem Geschäft mit drei Schüssen aus einer schallgedämpften Maschinenpistole getötet worden.

Die Schüsse feuerte aus Sicht der Staatsanwaltschaft der heute 46-jährige, aus Kroatien stammende Angeklagte ab. Laut der Anklage geht es um heimtückischen Mord, hinzu kommt als zweites Mordmerkmal Habgier. Außerdem sind noch waffenrechtliche Verstöße angeklagt.

Der mutmaßliche Täter soll von einem serbischen Geschäftspartner des Opfers angeheuert worden sein. Er soll den 50-Jährigen nach einem Streit für sein berufliches Scheitern verantwortlich gemacht haben.

Nach der Tat setzte sich der Mann ins Ausland ab. Bis heute gelang es ihm, sich dem Zugriff der Polizei zu entziehen.

Der Angeklagte war nicht lange nach der Bluttat in der Nähe von Frankfurt festgenommen worden. Dabei ging es allerdings zunächst um eine in Berlin verübte Gewalttat, wegen der er später zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.

Die Frankfurter Schwurgerichtskammer steht vor einer umfangreichen Beweisaufnahme mit der Vernehmung zahlreicher Zeugen und Sachverständigen. Das Gericht plant bis Ende September 14 Verhandlungstage.