Verdi mildert Warnstreiks bei Logistik-Firmen in Hessen vor Weihnachten ab

Frankfurt am Main - Im Tarifstreit der hessischen Transport- und Logistik-Branche hat die Gewerkschaft Verdi eine geplante Ausweitung ihrer Warnstreiks im Vorweihnachtsgeschäft abgesagt.

Die Gewerkschaft Verdi will die Verhandlungen in der Logistik-Branche in Hessen Anfang Januar fortsetzen.
Die Gewerkschaft Verdi will die Verhandlungen in der Logistik-Branche in Hessen Anfang Januar fortsetzen.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Grund sei ein Angebot der Arbeitgeberseite, erklärte die Gewerkschaft am Samstag.

Es sei eine deutliche Anhebung der Löhne und Gehälter zugesagt worden sowie die Honorierung langjähriger Beschäftigter.

Die Tarifkommission werde kommende Woche die vorgelegten Eckpunkte prüfen und die weitere Vorgehensweise beraten.

Zwar seien nächste Woche punktuell einige Warnstreiks geplant, die "einige wenige" Verzögerungen bei der Paketzustellung nach sich ziehen könnten, erklärte Verdi. Es sei aber nicht mehr vorgesehen, "den Weihnachtsverkehr komplett lahmzulegen".

Die Verhandlungen sollen Anfang Januar fortgesetzt werden. Im Falle des Scheiterns sei man bereit, den Konflikt erneut auszuweiten, erklärte die Gewerkschaft.

Streiks bei Logistik-Firmen in Frankfurt seit Anfang Dezember

Verdi hatte seit Anfang Dezember unter anderem Warnstreiks bei Logistik-Firmen in der Cargo City Süd am Frankfurter Flughafen organisiert (TAG24 berichtete).

Die Gewerkschaft fordert für die rund 50.000 Beschäftigten im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe Hessen unter anderem eine Erhöhung des Grundentgeltes um 75 Euro sowie eine lineare Erhöhung um drei Prozent.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Frankfurt Wirtschaft:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0