So lief die Jerusalem-Demo in Frankfurt

In vielen anderen Städten wurde bereits zu dem Thema demonstriert (Symbolbild).
In vielen anderen Städten wurde bereits zu dem Thema demonstriert (Symbolbild).  © DPA

Frankfurt - Fast Zwischenfälle und mit deutlich weniger Teilnehmern als erwartet hat in Frankfurt eine Demonstration gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump begonnen.

Am Hauptbahnhof versammelten sich am Samstagmittag nach Schätzungen der Polizei rund 500 Menschen, um unter dem Motto "Für Jerusalem, gegen die Entscheidung von Trump" zu demonstrieren.

Später sollen es nach hr-Angaben rund 1000 Demonstranten gewesen sein. Die Veranstalter hatten davor von bis zu 2500 erwarteten Teilnehmern gesprochen. Die Polizei war mit vielen Beamten vor Ort.

Lediglich ein Mann soll durch eine Flagge mit einem israelischen Davidstern und der Aufschrift "Terrorstaat Israel" laut Twitter für Unruhe gesorgt haben.

Der hessenschau berichtet zudem, dass derselbe Mann ebenfalls eine amerikanische Flagge mit Hakenkreuz bei sich führte. Allerdings wurden die Plakate schon zu Beginn der Demonstration von der Polizei einbehalten. Auf den Mann kommen jetzt mehrere Verfahren zu.

Auf ihrem Weg in die Innenstadt zeigten die Menschen deutsche und palästinensische Flaggen. Sprechchöre richteten sich in erster Linie gegen Trump: "Donald Trump - hör mal zu - Jerusalem ist tabu". Jerusalem sei nicht die Hauptstadt Israels und ihr Ostteil von den Israelis illegal annektiert, hieß es auf Flugblättern.

Nachdem bei ähnlichen Demonstrationen in Berlin israelische Flaggen verbrannt worden waren, war in Frankfurt die Auflage erteilt worden, offenes Feuer zu vermeiden.

Die Entscheidung Trumps in der vergangenen Woche war nicht nur von Palästinensern, sondern auch von Vertretern der Vereinten Nationen und der EU kritisiert worden. Sie befürchten eine Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und einen Rückschlag für den Friedensprozess.


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