"Schnauze, Bimbo": Wurde Judoka von Trainer rassistisch beleidigt?

Frankfurt am Main - Der Deutsche Judo-Bund untersucht einen Vorfall zwischen einem Athleten mit afrikanischen Wurzeln und einem Trainer während der Vorbereitung auf die U-21-Weltmeisterschaft.

Der junge Mann bereitet sich gerade auf die Judo-WM in Marrakesch vor (Symbolfoto).
Der junge Mann bereitet sich gerade auf die Judo-WM in Marrakesch vor (Symbolfoto).  © 123RF/hxdbzxy

"Es gab einen Vorfall, ein Trainer soll sich schlecht verhalten haben", sagte DJB-Präsident Peter Frese am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Details könne er nicht nennen. Am kommenden Freitag werde sich der Rechtsausschuss des Verbandes in Potsdam mit dem Fall befassen und sowohl den Trainer als auch den Athleten anhören.

Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, dass ein 18 Jahre alter Athlet aus Hamburg, der einzige Judoka der deutschen U-21-Nationalmannschaft mit afrikanischen Wurzeln, bei der Vorbereitung auf die WM in Marrakesch in Kienbaum bei Berlin nach eigener Darstellung von einem Landestrainer "übel beschimpft und körperlich angegriffen" worden sein soll.

Laut der FAZ gibt der 18-Jährige an, durch den Trainer mit "Schnauze, Bimbo" angeschrien worden zu sein.

Unterschiedliche Aussagen zu dem Thema

Es gebe unterschiedliche Aussagen darüber, was passiert sei, sagte Frese. "Aber wenn so etwas passiert, haben wir als Verband die Pflicht, sofort Maßnahmen einzuleiten und der Sache nachzugehen", bekräftigte der DJB-Chef.

Sowohl der Trainer als auch dessen Landesverband hätten auf Anfragen der "FAZ" nicht reagiert. Am Freitagmorgen waren der betroffene Landesverband und der Trainer zunächst nicht zu erreichen.

Titelfoto: 123RF/hxdbzxy


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