Immer mehr Muslime lassen sich hierzulande bestatten

In Frankfurt lassen sich pro Jahr 124 Muslime bestatten. (Symbolbild)
In Frankfurt lassen sich pro Jahr 124 Muslime bestatten. (Symbolbild)  © 123RF

Frankfurt/Kassel - Immer mehr Muslime in Hessen lassen sich hierzulande beerdigen, statt in ihren Herkunftsländern.

Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in hessischen Großstädten steigt die Zahl der muslimischen Bestattungen seit Jahren. Der Trend werde noch zunehmen, sagte Said Barkan, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Hessen.

Denn bei späteren Generationen von Muslimen nehme die Verbindung zum Herkunftsland ab. "Hinzu kommen noch Verstorbene, die nach der Flucht aus Kriegsgebieten hier ihre letzte Ruhe finden", erklärte er.

Den Anteil der Muslime, die sich in Deutschland beerdigen lassen, schätzt Barkan auf zehn bis 25 Prozent. Gestiegen ist die Zahl der jährlichen muslimischen Bestattungen unter anderem in Frankfurt (auf 124), Wiesbaden (17) und Fulda (18).

Auf vielen Friedhöfen ist mittlerweile die sarglose Bestattung möglich, die für Muslime aus religiösen Gründen wichtig ist.


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