Grausam: Wurde Betrunkener verprügelt und zum Sterben in den Fluss geworfen?

Frankfurt am Main - Weil sie einen Betrunkenen in den Main geworfen haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen drei junge Männer wegen Mordversuchs erhoben.

Das Opfer konnte zum Glück gerettet werden (Symbolbild).
Das Opfer konnte zum Glück gerettet werden (Symbolbild).  © Montage: 123RF/sborisov, 123RF/Jaromír Chalabala

Die drei heute 18, 21 und 27 Jahre alten Beschuldigten sollen das stark betrunkene Opfer im August vergangenen Jahres frühmorgens in der Nähe des Frankfurter Mainufers in der östlichen Innenstadt getroffen haben, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag.

Nach Tritten, Schlägen und Beleidigungen stießen sie laut Ermittlungen den zwischenzeitlich bewusstlosen Mann gemeinschaftlich in den Fluss. Dort wurde er kurze Zeit später von Passanten entdeckt und mit einem Stoffschal herausgezogen.

Laut Anklage nahmen die Männer das Ertrinken des hilflosen Mannes in Kauf. Die Tat sei aus dem Willen heraus begangen worden, "absolute Dominanz über den ihnen völlig unbekannten Geschädigten zu demonstrieren", sagte Niesen.

Darüber hinaus hätten die Männer "ihre Freude am Misshandeln des Opfers" zum Ausdruck gebracht. Die Anklage gehe deshalb vom Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe aus.

Prozess soll vor dem Landgericht Frankfurt geführt werden

Niesen zufolge räumten bislang zwei der drei mutmaßlichen Täter den Vorfall ein. Während der Rettung des Opfers sollen die Männer "Der stirbt, der stirbt" gerufen und danach die Flucht ergriffen haben.

Termine für den Prozess vor einer Jugendstrafkammer des Landgerichts in Frankfurt stehen noch nicht fest.

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