Hat ein 37-Jähriger seine schwangere Ehefrau ermordet?

Frankfur - Weil er seine hochschwangere Frau erstickt haben soll, steht ein heute 37 Jahre alter Mann von Donnerstag (9.30 Uhr) an vor dem Landgericht Frankfurt.

Die tote Frau wurde in Frankfurt-Bockenheim gefunden (Symbolbild).
Die tote Frau wurde in Frankfurt-Bockenheim gefunden (Symbolbild).  © dpa/Marc Tirl

Die Anklage wirft dem Afghanen neben heimtückischem Mord auch Schwangerschaftsabbruch vor.

Der Angeklagte soll im September 2017 in einer Übergangseinrichtung in Frankfurt-Bockenheim das Gesicht der bäuchlings im Bett liegenden Schlafenden mit Wucht gegen das Kopfkissen gedrückt haben. Das Opfer bekam der Anklage zufolge keine Luft mehr und erstickte.

Hintergrund für die Tat sollen eheliche Auseinandersetzungen gewesen sein. Laut Staatsanwaltschaft sei das Zusammenleben der beiden Eheleute nur von den afghanischen Verwandten arrangiert worden. Der Mann habe die Tötung der Frau als einzige Möglichkeit gesehen, um aus der Verbindung wieder herauszukommen (TAG24 berichtete).

Der 37-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst neun Verhandlungstage bis Ende September angesetzt.

Update 16.30 Uhr: Vor Gericht bestritt er weinend den Anklagevorwurf. Zwischen den Eheleuten sei es in der fraglichen Nacht zu einer Auseinandersetzung gekommen, nachdem die 30-Jährige angekündigt habe, sich gemeinsam mit dem Ungeborenen umbringen zu wollen. Er habe sie deshalb im Bett mit Gewalt festgehalten, damit sie nicht aufstehe.

Titelfoto: dpa/Marc Tirl


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