So früh beginnt die Evakuierung für die größte deutsche Bombenentschärfung nach dem Krieg

Eine Bombe vom Typ HC 4000 legt Frankfurt am Sonntag lahm.
Eine Bombe vom Typ HC 4000 legt Frankfurt am Sonntag lahm.  © DPA

Frankfurt - Die Bomben-Entschärfung in Frankfurt soll am frühen Sonntagmorgen beginnen und wird voraussichtlich bis in den späten Nachmittag dauern.

„Um 8 Uhr muss die Sperrzone frei sein“, sagte Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Er appellierte an die Bürger, ab 6.00 Uhr das rund 1,5 Kilometer große Areal in der Stadt zu verlassen. Die Entschärfung werde voraussichtlich mindestens bis zum späten Nachmittag dauern.

In der Sperrzone liegen unter anderem zwei Krankenhäuser, das Polizeipräsidium und der Hessische Rundfunk. Mit der Verlegung der Patienten aus den Krankenhäusern, die noch nicht entlassen werden könnten, werde bereits am Freitag begonnen.

„Wir müssen Betten in anderen Krankenhäusern finden. Das ist eine Mammutaufgabe“, sagte Frank. Busse und U-Bahnen können während der Evakuierung am Sonntag auch nicht durch die Sperrzone fahren. Einzelheiten zur Bombenentschärfung stellen Polizei, Feuerwehr und Stadt am späten Vormittag in Frankfurt vor.

Bis zu 70.000 Menschen müssen voraussichtlich am Sonntag die Sperrzone verlassen. Es dürfte damit die größte Evakuierungsaktion der deutschen Nachkriegsgeschichte werden. Von der britischen Luftmine - die auch Wohnblockknacker oder Blockbuster genannt wird - geht nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes aktuell keine Gefahr aus.


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