Bunte Parade: CSD startet am Samstag mit Demonstrationszug

Frankfurt am Main - Unter dem Motto "50 Jahre Stonewall - Wir sind Bewegung" startet am Samstag (12.15 Uhr) am Römerberg der Demonstrationszug des diesjährigen Frankfurter Christopher Street Day (CSD).

Teilnehmer der Parade zum Christopher-Street-Day ziehen am 21.07.2018 durch Frankfurt.
Teilnehmer der Parade zum Christopher-Street-Day ziehen am 21.07.2018 durch Frankfurt.  © DPA

Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle und andere demonstrieren für die Akzeptanz sexueller Minderheiten und erinnern an das in den vergangenen Jahren Erreichte.

Mit dem Motto wird an das Aufbegehren der schwulen Gemeinschaft gegen häufige Razzien und polizeiliche Repressalien gegen Besucher der Homosexuellen-Kneipe "Stonewall Inn" in der New Yorker Christopher Street erinnert.

Gefeiert wird auch: Die Regenbogenflagge der CSD-Gemeinschaft weht am Wochenende nicht nur vom Frankfurter Rathaus, dem Römer, sondern auch auf der Partyzone an der Konstablerwache in der Frankfurter Innenstadt.

Erwartet werden wie schon in den Vorjahren zahlreiche Teilnehmer auch aus anderen hessischen Städten.

Über 5000 Menschen feiern friedlich CSD in Frankfurt

Update 15.50 Uhr: Friedlich und ausgelassen sind am Samstag Tausende Menschen beim Christopher Street Day (CSD) durch Frankfurts Innenstadt gezogen. Unter dem Motto "50 Jahre Stonewall - Wir sind Bewegung" startete die bunte Demonstration am Römerberg. Polizei und Veranstalter sprachen von rund 5200 Teilnehmern, der Demonstrationszug sei etwa vier Kilometer lang gewesen.

Einige Demonstranten hielten Plakate hoch, auf ihnen stand etwa «I can't think straight» oder «Ich bremse auch für Heteros». Seit 1992 wird der CSD in der Stadt am Main zelebriert.

Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle und andere demonstrierten für die Akzeptanz und Gleichberechtigung sexueller Minderheiten. Das CSD-Motto soll daran erinnern, dass vor 50 Jahren Besucher der Homosexuellen-Kneipe "Stonewall Inn" in der New Yorker Christopher Street Ziel von Razzien und polizeilichen Repressalien gewesen sind. "Wir haben bereits viel erreicht, sind aber noch lange nicht da, wo wir sein wollen", heißt es im Programmheft des CSD Frankfurt.

Trotz Hitze hatten sich viele Demonstranten am Samstag die Regenbogenflagge umgewickelt. Ein Mann lief als Eisbär verkleidet herum, ein anderer tanzte in Unterhose, während aus einer der Boxen Katy Perrys "I Kissed A Girl" über den Römerberg wummerte und ein Einhorn-Luftballon gen Himmel stieg.

Viele der Teilnehmer waren von außerhalb Frankfurts angereist. "Bei uns in Erfurt ist die Demo immer sehr viel kleiner, mir gefällt es hier", sagte ein 42-Jähriger.

Es sei wichtig, beim CSD Flagge zu zeigen. Sexuelle Minderheiten würden noch immer diskriminiert und genössen in der Gesellschaft keine Gleichberechtigung.

Der Demonstrationszug verläuft durch die Innenstadt (Archivbild).
Der Demonstrationszug verläuft durch die Innenstadt (Archivbild).  © DPA

Titelfoto: DPA

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