Acht Männer entführen Iraner, schlagen und treten auf ihn ein

Das Landgericht Frankfurt erhebt Anklage gegen die acht Männer wegen erpresserischem Menschenraub.
Das Landgericht Frankfurt erhebt Anklage gegen die acht Männer wegen erpresserischem Menschenraub.  © dpa/Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main - Zwischen 33 bis 51 Jahre waren die Männer, die einen Iraner im April 2016 in einem Frankfurter Parkhaus überfallen, geschlagen und in ein Auto gezerrt haben, wie die Staatsanwaltschaft berichtete.

Den acht Männern verschiedener Nationalitäten wird erpresserischer Menschenraub vorgeworfen. Vom Montag an stehen sie dafür vor dem Landgericht Frankfurt.

Bei dem Überfall sollen sie "Interpol" und "Police" gerufen haben. Dann drohten die Täter dem 28-Jährigen laut Anklage mit der Auslieferung in den Iran, wo angeblich 1,2 Millionen Euro Kopfgeld auf ihn ausgesetzt seien.

Daraufhin soll der Mann sich bereit erklärt haben, die Hälfte des Geldes, also 600.000 Euro, zu bezahlen, wenn er dafür nicht ausgeliefert werde.

Die Angeklagten brachten ihr Opfer der Anklage zufolge dann über Nacht in eine Wohnung. Sie schlugen und traten den 28-Jährigen laut Staatsanwaltschaft und stahlen seine teure Armbanduhr. Am nächsten Tag sollen sie ihr Opfer zum Flughafen gefahren haben, um einen Teil der 600.000 Euro in Empfang zu nehmen.

Die Geldübergabe scheiterte jedoch und die Männer wurden festgenommen. Fünf von ihnen sitzen seither in Untersuchungshaft.

Titelfoto: dpa/Fredrik von Erichsen


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