Gehalt seiner Frau zu hoch? Feldmann äußert sich zu Vorwürfen!

Frankfurt - Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) ist nach eigenen Angaben nicht in die Bezahlung seiner Frau bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) involviert gewesen.

Feldmann bestritt in einem Interview die Vorwürfe.
Feldmann bestritt in einem Interview die Vorwürfe.  © Andreas Arnold/dpa

Er habe "auf die Vertragsgestaltung und Bezahlung keinerlei Einfluss genommen", sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung (Mittwoch).

Feldmann betonte zudem, dass seine Frau den Job nicht aus Gefälligkeit bekommen habe. "Sie hat sich in einem Auswahlverfahren gegen andere durchgesetzt – und sich richtig reingekniet."

Er sei auch nicht der "Typ der Gehaltszettel oder Verträge seiner Frau kontrolliert", sagte Feldmann. "Meine Frau schuldet mir doch nicht Rechenschaft, was sie im Monat verdient." Und: "Die Gehälter werden üblicherweise vom Arbeitgeber entschieden."

Seine Frau werde unterschätzt, so der Oberbürgermeister. "Einige tun so, als wäre sie ohne Berufserfahrung gleich zur Kita-Leiterin aufgestiegen. Das ist falsch." Sie habe mehr als zehn Jahre in diesem Bereich gearbeitet, eine Berufsausbildung gemacht und ein Doppelstudium draufgesetzt. Erst danach habe es die Stelle gegeben.

Awo streitet Vorwürfe ab

Peter Feldmann zusammen mit seiner Frau Zübeyde.
Peter Feldmann zusammen mit seiner Frau Zübeyde.  © Andreas Arnold/dpa

Feldmann war unter Druck geraten, nachdem der HR berichtet hatte, dass seine damalige Lebensgefährtin und heutige Ehefrau als Leiterin einer deutsch-türkischen Awo-Kita einen Dienstwagen und ein Gehalt bezogen habe, das deutlich über dem von Kollegen in vergleichbaren Positionen gelegen habe. Die Awo wies die Vorwürfe zurück. Es seien "weder Vorteile noch Privilegien" gewährt worden.

Die Berichte fallen in ohnehin bewegte Zeiten für die Awo. So ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Verantwortliche des Kreisverbands Frankfurt wegen des Verdachts des Betruges und der Untreue mit Geldern der Stadt.

Feldmann sagte in der "Bild"-Zeitung, er vertraue auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. "Fehler müssen benannt und ausgeräumt werden".

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa


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