120 unerlaubte Einreisen am Frankfurter Flughafen verhindert

Frankfurt am Main - Bei einer mehrwöchigen Kontrollaktion von Einreisenden aus dem Schengenraum hat die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen bis Anfang Dezember 120 unerlaubte Einreisen verhindert.

17 Personen wurden zudem mit Haftbefehl gesucht (Symbolfoto).
17 Personen wurden zudem mit Haftbefehl gesucht (Symbolfoto).  © Silas Stein/dpa

Darunter waren vier Reisende, für die in Deutschland eine Einreisesperre galt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

So habe am 10. November ein Mann mit pakistanischer Staatsangehörigkeit versucht, mit einem Flug aus Mailand mit italienischen Asylpapieren über den Frankfurter Flughafen nach Deutschland einzureisen, obwohl es eine Wiedereinreisesperre der Ausländerbehörde Offenbach gab.

Bei der Kontrolle der Einreisenden verzeichnete die Bundespolizei zudem 17 "Fahndungstreffer" - einige der betroffenen Personen wurden bereits mit Haftbefehl gesucht.

Hinzu kamen insgesamt 26 Fälle von Ausweismissbrauch oder manipulierten oder gefälschten Ausweispapieren.

Insgesamt wurden vom 8. November bis zum 4. Dezember mehr als 20.000 Passagiere bei 3545 Flügen kontrolliert.

Bundesweit hatte die Polizei bei gut 100.000 Kontrollen im Grenzgebiet und an den Flughäfen in den vergangenen Wochen 178 Ausländer entdeckt, für die eine Wiedereinreisesperre gilt.

Anfang Oktober hatte der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) die Bundespolizei angewiesen, die Schleierfahndung im Grenzgebiet auszuweiten.

Einen Monat später folgte ein Erlass von Seehofer, wonach die Bundespolizei ab sofort ihre Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen intensivieren solle - vor allem unmittelbar an den Grenzen. Menschen mit einer Einreisesperre für Deutschland sollten so möglichst schon an der Grenze zurückgewiesen werden.

Titelfoto: Silas Stein/dpa

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