Weil sie Schluss machte: Ex-Freundin stundenlang aufgelauert und niedergemetzelt

Frankfurt am Main - Wegen Mordes an seiner ehemaligen Lebensgefährtin muss sich ein 35-Jähriger von Dienstag (3. Dezember) an vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.

Der Angeklagte soll stundenlang der Frau vor ihrer Wohnung aufgelauert haben (Symbolfoto).
Der Angeklagte soll stundenlang der Frau vor ihrer Wohnung aufgelauert haben (Symbolfoto).  © 123rf/Udo Herrmann

In einem Hinterhof in Frankfurt soll der Mann mit einem Küchenmesser 18 Mal auf seine frühere Partnerin eingestochen haben, ein Stich in den Hals sei laut Anklage tödlich gewesen.

Zuvor habe der heute 35-Jährige der Frau laut Staatsanwaltschaft stundenlang vor ihrer Wohnung im Stadtteil Bockenheim aufgelauert.

Nach der Tat sei er heimgefahren ins südhessische Pfungstadt, wo ihn die Polizei später festnahm.

Der 35-Jährige hatte nach seiner Festnahme ein Geständnis abgelegt. Die Schwurgerichtskammer will den Prozess zügig abschließen.

Bereits am 12. Dezember ist nach derzeitiger Planung ein Urteil vorgesehen.

Mann soll schon früher gewalttätig gewesen sein

Die Beziehung zu der drei Jahre jüngeren Ärztin war laut Staatsanwaltschaft schon länger von gewalttätigen Auseinandersetzungen und Eifersucht geprägt. Bestandteil der Anklage ist deshalb auch ein Vorfall, der sich drei Monate vor der Tat, im Dezember vorigen Jahres, ereignet haben soll: Mithilfe von Schlägen und Tritten soll der Angeklagte der Frau ihr Mobiltelefon abgenommen haben.

Die Medizinerin habe danach einen Schlussstrich unter die Beziehung gezogen. Im Februar sei der Mann wieder vor ihrer Wohnung aufgetaucht, habe mit der Frau ein Beziehungsgespräch führen wollen, in dessen Verlauf das Messer gezückt und zugestochen. Ein Nachbar habe noch erfolglos versucht einzugreifen.

Titelfoto: 123rf/Udo Herrmann

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