Schlafende Rentnerin gewürgt bis sie blau anlief und dann ausgeraubt: 58-Jähriger vor Gericht

Frankfurt am Main - Im Prozess um den versuchten Mord an einer 87 Jahre alten Rentnerin wird am Mittwoch (11 Uhr) vor dem Landgericht Frankfurt das Urteil erwartet.

Der Angeklagte ist ein Bekannter des Opfers (Symbolfoto).
Der Angeklagte ist ein Bekannter des Opfers (Symbolfoto).  © DPA

Auf der Anklagebank sitzt ein 58 Jahre alter Bekannter des Opfers, der die schlafende Frau im April vergangenen Jahres in deren Wohnung in Frankfurt-Oberrad gewürgt und in eine Wolldecke eingewickelt haben soll.

Während er mit Schmuck, Bildern und Bargeld auf der Flucht war, musste die im Gesicht bereits blau angelaufene Frau vom Notarzt versorgt werden.

Die Staatsanwaltschaft beantragte für den angeklagten Deutschen zwölf Jahre Haft.

NEUN JAHRE HAFT FÜR 58-JÄHRIGEN

Update, 13.53 Uhr: Das Landgericht Frankfurt den 58-Jährigen wegen versuchten Totschlags und schweren Raubs zu neun Jahren Haft verurteilt. Der Mann wurde für schuldig befunden, im vergangenen April eine 87 Jahre alte Bekannte in ihrer Wohnung fast zu Tode gewürgt zu haben, dann mit Geld und Wertgegenständen geflüchtet zu sein.

Anders als die Staatsanwaltschaft gingen die Richter in ihrem Urteil nicht von versuchtem Mord aus. Der Staatsanwalt hatte zwölf Jahre Haft gefordert. Die 87-Jährige konnte damals im Krankenhaus gerettet werden, nachdem Nachbarn das um Hilfe rufende Opfer Stunden später hörten.

Titelfoto: DPA

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