Nach tödlicher ICE-Attacke in Frankfurt: Tatverdächtiger leidet an Paranoia!

Frankfurt am Main - Nach der tödlichen Gleis-Attacke im Frankfurter Hauptbahnhof soll ein Experte ein psychiatrisches Gutachten über den Tatverdächtigen erstellen. Medienberichten zufolge wurde bei dem 40-Jährigen bereits Verfolgungswahn diagnostiziert.

Polizisten stehen am Frankfurter Hauptbahnhof an Gleis 7.
Polizisten stehen am Frankfurter Hauptbahnhof an Gleis 7.  © DPA

Wie der "Schweizer Anzeiger" berichtete, soll der Tatverdächtige an Paranoia leiden. So habe ein Arzt aus der Schweiz bereits bei dem Mann Verfolgungswahn diagnostiziert.

Sein Hausarzt habe ihn vor Monaten an einen Psychiater überwiesen. Erschreckend: Offenbar sprach der 40-Jährige davon, sich von Zugpassagieren und Arbeitskollegen verfolgt zu fühlen!

In Deutschland wurde nun ein Sachverständiger beauftragt, der mit dem Mann aus Eritrea entsprechende Gespräche führe und ein psychiatrisches Gutachten erstellen soll, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

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Der 40-Jährige, ein dreifacher Familienvater, sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Der Mann steht unter dringendem Verdacht, am Montag eine ihm unbekannte Frau und ihren Sohn vor einen einfahrenden ICE gestoßen haben. Die 40 Jahre alte Mutter konnte sich retten, ihr Sohn wurde vom Zug überrollt und getötet.

Der Eritreer, der seit 2006 in der Schweiz lebte, war vor einigen Tagen nach Frankfurt gekommen. Laut Züricher Polizei war er in diesem Jahr in psychiatrischer Behandlung.

Unterdessen hatte ein Frankfurter zur Unterstützung der Familie des Jungen eine Online-Spendenkampagne gestartet. Dort waren bis Donnerstagmittag mehr als 25.000 Euro zusammengekommen.

Zahlreiche Blumen, Kuscheltiere und Briefe wurden am Unglücksgleis abgelegt.
Zahlreiche Blumen, Kuscheltiere und Briefe wurden am Unglücksgleis abgelegt.  © DPA

Titelfoto: DPA

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