Tödliche Gleisattacke auf Jungen (†8): Tatverdächtiger soll dauerhaft in Psychiatrie

Frankfurt am Main - Der Mann, der einen kleinen Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof vor einen ICE gestoßen haben soll, soll dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden.

Zahlreiche Kuscheltiere und Blumen wurden nach dem Vorfall am Gleis abgelegt.
Zahlreiche Kuscheltiere und Blumen wurden nach dem Vorfall am Gleis abgelegt.  © Arne Dedert/dpa

Die Staatsanwaltschaft habe beim Landgericht die Durchführung eines sogenannten Sicherungsverfahrens beantragt, teilte Sprecherin Nadja Niesen am Montag mit.

Der 40-Jährige soll zur Tatzeit unter einer schizophrenen Psychose gelitten haben. "Aufgrund dieser krankhaften seelischen Störung soll seine Steuerungsfähigkeit aufgehoben und er bei Tatbegehung schuldunfähig gewesen sein", teilte Niesen mit.

Ende Juli soll der Eritreer einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen haben. Der Junge starb im Gleisbett, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten. Eine ältere Frau, die er auch attackiert haben soll, konnte sich in Sicherheit bringen.

Der Tatverdächtige, der seit 2006 in der Schweiz lebte, kam zunächst in Untersuchungshaft und dann in die Psychiatrie.

Der Tatverdächtige wird dem Haftrichter beim Amtsgericht vorgeführt.
Der Tatverdächtige wird dem Haftrichter beim Amtsgericht vorgeführt.  © Christoph Reichwein/dpa

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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