Frankfurt hat die meisten Prostituierten und ein Problem

Die Beratung der Frauen müsse in deren Herkunftssprache stattfinden, doch die Städte wissen nicht wie sie das umsetzen sollen.
Die Beratung der Frauen müsse in deren Herkunftssprache stattfinden, doch die Städte wissen nicht wie sie das umsetzen sollen.  © dpa/Andreas Arnold

Frankfurt/Main - In Frankfurt, der Stadt mit den meisten Prostituierten, gibt es Probleme mit dem neuen Prostituiertenschutzgesetzes.

Das Gesetz hat den besseren Schutz von Prostituierten vor Ausbeutung und Gewalt zum Ziel, unter anderem durch eine Anmeldepflicht und Beratung.

Doch das Ordnungsdezernat von Markus Frank (CDU) vermisse genaue Ausführungsbestimmungen von der Landesregierung, wie eine Referentin Franks sagt.

Für die Umsetzung des umstrittenen Prostituiertenschutzgesetzes würden vielen Städten und Gemeinden in Hessen noch genaue Vorgaben fehlen. "Wir fühlen uns überrumpelt und im Stich gelassen", sagte Anita Oegel vom Hessischen Städtetag in Wiesbaden zwei Wochen nach Inkrafttreten des neuen Bundesgesetzes.

Viele Fragen der konkreten und praktischen Umsetzung seien noch nicht genau geklärt, etwa beim Ausländerrecht. "Und jede Gemeinde, egal wie groß sie ist, ist zuständig." Das führt zu Problemen. Die Beratung der Frauen etwa müsse in deren Herkunftssprache erfolgen. Neben Rumänien und Bulgarien seien dies auch viele afrikanische Staaten.

Im zuständigen Sozialministerium in Wiesbaden heißt es dagegen: "Das ist alles völlig klar geregelt." Basis für die Kommunen sei das Hessisches Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG).

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold


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