Tödliche Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof: Polizei äußert schlimme Befürchtung

Frankfurt am Main - Nach der tödlichen Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof haben die Ermittler nach eigenen Angaben noch keine Erkenntnisse zu den Tatmotiven.

Der Junge wurde vom einfahrenden ICE erfasst und getötet.
Der Junge wurde vom einfahrenden ICE erfasst und getötet.  © DPA

Der festgenommene 40 Jahre alte Verdächtige habe bislang keine Einlassungen gemacht, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Dienstag. Er soll im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

Im Gespräch mit der "Tagesschau" äußerte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, die schlimme Befürchtung, dass es Nachahmer geben könnte.

"Die Polizei versucht sich nach jedem Fall präventiv besser einzustellen. Bei Taten, die vorsätzlich geschehen, stößt sie jedoch an ihre Grenzen", so Radek.

Der 40-jährige Tatverdächtige soll am Montag einen achtjährigen Jungen vor einen einfahrenden ICE in den Tod gestoßen haben.

Auch die Mutter des Jungen soll er ins Gleisbett gestoßen und es bei einer weiteren Person versucht haben. Die Mutter aus dem Hochtaunuskreis wurde verletzt. Die dritte Person konnte sich in Sicherheit bringen, ohne auf die Gleise zu stürzen.

Ein Polizist legt am Unglücksort Blumen ab.
Ein Polizist legt am Unglücksort Blumen ab.  © DPA

Titelfoto: DPA

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