In dieser Gegend müssen Ältere besonders aufpassen

Der "falsche Handwerker" ist immer wieder beliebt bei Trickdieben. (Symbolbild)
Der "falsche Handwerker" ist immer wieder beliebt bei Trickdieben. (Symbolbild)  © dpa/Jens Wolf

Frankfurt/Main - Am Dienstag kam es in Hessen zu besonders vielen Vorfällen von Trickdieben. Opfer der Betrüger waren auffällig oft ältere Personen.

Drei Vorfälle ereigneten sich allein in Hofheim. Wie die Polizeidirektion Main-Taunus meldet, kam es dort innerhalb einer Stunde zu den verschiedenen Taten.

Zunächst sprach gegen 11:15 Uhr ein Mann eine 84-Jährige in Kelkheim auf der Straße an und bat sie um Wechselgeld. Als die Frau ihr Portemonnaie herausholte, griff er es sich. Die noch fitte Frau wehrte wich jedoch und so ergriff der Unbekannte die Flucht ohne seine Beute.

Kurz darauf gegen 11:25 Uhr bat ein Mann einen 83-Jährigen Senior um die Nummer eines Abschleppunternehmens, da er eine Autopanne habe. Der ältere Mann zeigte sich hilfsbereit, doch nachdem der Täter in seinem Auto davon gefahren war, stellte er fest, dass über 1000 Euro aus seinem Geldbeutel fehlten.

Gegen 12 Uhr fiel dann ein 76-Jähriger einem Trickdieb zu Opfer. Der ältere Mann saß in seinem Auto, als ein anderer Mann ihn nach dem Weg fragte. Um ihm unbemerkt das Portemonnaie stehlen zu können, hielt der Täter dem Opfer einen Stadtplan direkt vors Gesicht. Dieses Mal waren 150 Euro die Beute.

Bei den drei Tätern handelte es sich immer um Männer zwischen 30 und 50 Jahren. Ob sie zur gleichen Bande gehören, ist noch unbekannt.

Die Trickdiebe zeigen sich erst hilfsbedürftig, dann schlagen sie zu. (Symbolbild)
Die Trickdiebe zeigen sich erst hilfsbedürftig, dann schlagen sie zu. (Symbolbild)  © dpa/Frank Rumpenhorst

Aber auch mitten in Frankfurt kam es zu ähnlichen Vorfällen. Ebenfalls zur Mittagszeit klopfte in Frankfurt-Niederrad ein Mann an der Tür einer 89-Jährigen.

Als Handwerker getarnt, der einen Rohrbruch überprüfen muss, verschaffte der Dieb sich Zutritt zu der Wohnung. Währenddessen nutzte ein Komplize die offen gebliebene Tür und erbeutete mehrere Schmuckstücke der Frau.

Wieder gegen 12:30 Uhr betraten zwei Frauen die Wohnung einer 70-Jährigen. Sie wollten angeblich eine Nachricht für einen Nachbarn hinterlassen. Dann baten sie die ältere Frau um etwas zu trinken. Zur selben Zeit schlich eine weitere Person unbemerkt in die Wohnung.

Da das Opfer aber merkte, dass die beiden Frauen nicht sauber waren, schmiss sie diese aus der Wohnung. Zu spät allerdings, denn es fehlte bereits Bargeld und Schmuck im Wert von über zehntausend Euro.

Ob ein System dahinter steckt, oder ob die Diebe Hessens einfach nur festgestellt haben, dass ältere Menschen leichte Opfer darstellen, ist ungewiss.

Jedoch warnt die Polizei dringend weder fremde Personen in die Wohnung zu lassen, noch fremde Gesprächspartner zu nahe an sich heranzulassen. Auch wenn sie ein großes Herz haben, "Dankesumarmungen" sind nicht notwendig.

Titelfoto: dpa/Patrick Seeger


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