Strafbefehl gegen Jan Ullrich: Ex-Rad-Star muss nach Würge-Attacke auf Escort-Dame blechen!

Frankfurt am Main - Ungeheuerliche Szenen müssen sich vor einem Jahr in dem Hotel "Villa Kennedy" zugetragen haben.

Der 45-Jährige soll zum Tatzeitpunkt unter Alkohol und Drogen gestanden haben.
Der 45-Jährige soll zum Tatzeitpunkt unter Alkohol und Drogen gestanden haben.  © DPA

Nun wurde Rad-Legende Jan Ullrich (45) wegen des Verdachts der Körperverletzung und versuchter Nötigung laut der Staatsanwaltschaft Frankfurt vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 7200 Euro verurteilt.

Doch was ist passiert? Am Morgen des 10. August 2018 soll der ehemalige Rad-Profi in seinem Hotelzimmer eine 31-Jährige Escort-Dame attackiert haben - weil er angeblich nicht mir ihren Diensten zufrieden gewesen wäre.

Zunächst soll Jan Ullrich die Frau beleidigt haben und sein Geld in Höhe von 600 Euro zurückgefordert haben.

"Als die Geschädigte sich in eine Ecke des Hotelzimmers flüchtete, griff der Angeklagte ihr mit einer Hand an den Hals und stieß sie mit dem Rücken gegen eine Wand", heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Der Sportler habe die Frau daraufhin gewürgt und mit der Faust gegen ihren Arm geschlagen. Die Geschädigte erlitt unter anderem Hautrötungen und einen Bluterguss.

Offenbar stand der 45-Jährige zu dem Zeitpunkt unter Drogen- und Alkoholeinfluss.

Die Staatsanwaltschaft ermittelte zunächst wegen des Verdachts der versuchten Tötung. Dieser bestätigte sich jedoch nicht. "Der Angeklagte befand sich bei Tatbegehung aufgrund vorherigen Alkohol- und Drogenkonsums in einem Zustand, in dem seine Fähigkeit, nach der vorhandenen Unrechtseinsicht zu handeln, erheblich vermindert war", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Jan Ullrich akzeptiert Strafbefehl

Update 11.50 Uhr: Das Amtsgericht Frankfurt hat gegen den ehemaligen Radprofi einen Strafbefehl über 180 Tagessätze zu 40 Euro erlassen. Der weitere Tatvorwurf - Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz - wurde vom Gericht nicht weiter verfolgt.

Der Ex-Radprofi habe den Strafbefehl akzeptiert, der laut Staatsanwaltschaft damit rechtskräftig ist. Er gilt nun als vorbestraft.

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Gewalttätigkeiten rechtlich nur als einfache Körperverletzung zu werten waren: Das Leben der Geschädigten sei nicht einmal potenziell in Gefahr gewesen, erklärt die Staatsanwaltschaft.

Der Angeklagte habe sich bei der Frau entschuldigt und ihr eine finanzielle Entschädigung gezahlt. Daraufhin sei die Frau an einer weiteren Strafverfolgung nicht interessiert gewesen.

Zunächst ermittelte die Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen versuchter Tötung.
Zunächst ermittelte die Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen versuchter Tötung.  © DPA

Titelfoto: DPA

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