Ausschreitungen nach Fastnachtsumzug: Sieben Männer vor Gericht

Frankfurt am Main - Nach gewalttätigen Ausschreitungen nach einem Fastnachtsumzug in Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) müssen sich von Freitag (9.30 Uhr) an sieben Männer vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten.

In einer Gaststätte in Hattersheim kam es zu der Schlägerei (Symbolfoto).
In einer Gaststätte in Hattersheim kam es zu der Schlägerei (Symbolfoto).  © DPA

Die Anklage legt ihnen verschiedene Delikte zur Last, darunter Körperverletzung, Widerstand und versuchte Gefangenenbefreiung.

Die Auseinandersetzung ereignete sich in einer Gaststätte, in der es bereits vor dem Eintreffen der Polizei zu einer Schlägerei gekommen war.

In der Folge leisteten die Angeklagten auch gegen die Beamten erheblichen Widerstand. Das Gericht hat vorerst zwei Verhandlungstage terminiert.

Update 15.30 Uhr: Die gewalttätigen Auseinandersetzungen im Anschluss an einen Fastnachtsumzug in Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) bleiben ohne strafrechtliche Konsequenzen.

Die Verfahren gegen sieben Angeklagte wurden am Freitag vor dem Amtsgericht Frankfurt eingestellt.

Nur der 28 Jahre alte mutmaßliche Haupttäter soll 5000 Euro Schadenersatz an einen Polizeibeamten zahlen, den er erheblich an der Nase verletzt hatte.

Zu der Auseinandersetzung war es im Februar 2017 gekommen, als die Polizei vor eine Gaststätte gerufen wurde, wo ein Bewusstloser am Boden lag. Nachdem die Rettungssanitäter behindert wurden, griffen die Beamten ein.

Dabei wurden sie von verschiedenen Fastnachtern angegriffen und beleidigt, die erst mit Schlagstöcken und Pfefferspray zurückgedrängt werden konnten. Angeklagt waren die vier Männer und drei Frauen zwischen 25 und 60 Jahren wegen Widerstands, Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung.

In der Verhandlung konnte trotz mehrerer Zeugenvernehmungen und einer Videodokumentation keine abschließende Klärung der Vorfälle erreicht werden. Zwei der angeklagten Frauen waren darüber hinaus noch von einem Diensthund der Polizei gebissen worden.

In Anbetracht des lange zurückliegenden Tatzeitpunkts wurden die Verfahren schließlich "wegen geringer Schuld" eingestellt. Der Haupttäter, der auch noch auf dem Polizeirevier randaliert haben soll, hatte sich zuvor bereit erklärt, Schadenersatz und Schmerzensgeld innerhalb der nächsten sechs Monate an den verletzten Beamten zu zahlen.

Zunächst war damit gerechnet worden, dass der Prozess am kommenden Mittwoch (29. Mai) fortgesetzt wird.

Zwei Verhandlungstage sind für den Prozess angesetzt.
Zwei Verhandlungstage sind für den Prozess angesetzt.  © DPA

Titelfoto: DPA

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