Erneut erschreckendes Video von Polizeieinsatz aufgetaucht! Was ist hier passiert?

Frankfurt am Main - Szenen eines Polizeieinsatzes auf der Frankfurter Einkaufsstraße Zeil spalten momentan die User in den sozialen Medien und sorgen für Aufruhr im Netz.

Mehrere Videos zu dem Vorfall machen aktuell in den Sozialen Medien die Runde (Symbolfoto).
Mehrere Videos zu dem Vorfall machen aktuell in den Sozialen Medien die Runde (Symbolfoto).  © DPA

Mehrere auf Instagram und Twitter aufgetauchte Videos zeigen, wie Polizisten nach einer Schlägerei vor dem Club "Gibson" in der Nacht auf Samstag gegen Beteiligte und weitere Anwesende vorgehen.

In dem Videoausschnitt ist etwa zu sehen, wie ein Polizist sein Knie in die Magengegend eines Mannes stößt, der sich danach vor Schmerzen krümmt.

Als eine junge Frau versucht zu der Gruppe zu gelangen, wird sie von einem Beamten an den Haaren gezogen und zu Boden geschleudert. Es kommt zum Einsatz von Pfefferspray.

Der Aufschrei auf Instagram und Twitter ist groß: "Ich bin entsetzt. Normalerweise sind es die Frauen, die die Polizei zur Hilfe rufen, wenn sie mal Konflikte mit Ihren Männern oder Ähnliches haben und jetzt sind es die Polizisten, die die Frauen schlagen. Wie soll eine Frau oder generell Jugendliche das Vertrauen zu euch noch haben, nachdem solche Videos im Internet kursieren!", empört sich etwa eine Frau auf Instagram.

Auch ein Twitter-User findet: "Auch wenn manche Polizisten dienstlich möglicherweise überlastet ist ein solches Verhalten einfach ein nicht gleiches Mittel der Gewalt und sollte einer dringliche Überprüfung als Folge haben.

Doch es gibt auch viele Stimmen, die die Maßnahmen der Polizei gerechtfertigt sehen: "Denke die haben sich einfach nicht an die Anweisungen der Polizisten gehalten. Selber schuld", heißt es unter anderem. Ein anderer Twitter-User schreibt: "Ich sehe hier kein Fehlverhalten der Polizei, die Beamten wurden massiv bedrängt und haben sich gewehrt."

Und was sagt die Polizei dazu?

Die Polizei hat sich mittlerweile zu dem Vorfall über die Sozialen Medien zu Wort gemeldet und schreibt: "Es wurde ein Video veröffentlicht, auf dem der Einsatz von Pfefferspray gegen mehrere Personen zu sehen ist und auch wie eine Frau an den Haaren zu Boden gerissen wird. Wir nehmen die im Zusammenhang damit erhobenen Vorwürfe ernst und werden das Vorgehen rechtlich überprüfen." Dazu wird ein weiteres Statement zu dem Fall angekündigt.

Ferner berichtete die Polizei, dass sich die auf der Zeil angetroffenen Personen gegenüber den Einsatzkräften "äußerst aggressiv" zeigten und immer wieder versuchten zu entkommen. Dazu weigerten sie sich, wie von den Polizisten aufgefordert, auf den Boden zu legen.

Während des laufenden Einsatzes versammelte sich eine größere Menschenmenge, aus der vereinzelt immer wieder Beleidigungen gerufen wurden, was in dem veröffentlichten Video deutlich zu hören ist. So werden die Beamten etwa als "Hurensöhne" oder "Scheiß Rassisten" beschimpft.

Von Seiten der Polizei heißt es, dass sogar Glasflaschen auf die Beamten geschleudert wurden. Zudem solidarisierten sich einige Zuschauer mit der Gruppe junger Männer, die von den Polizisten festgehalten wurden. So soll ein 26-jähriger Frankfurter von hinten auf einen Beamten zugerannt sein und habe diesem mit voller Wucht in den Nacken geschlagen, wodurch der Polizist verletzt wurde und seinen Dienst nicht fortsetzen konnte. Der Mann floh zunächst in Richtung Hauptwache, konnte dort jedoch von einer weiteren Streife festgenommen werden.

Erst vor wenigen Tagen tauchte ein Video von der Anti-Rechten-Demo in Kassel auf (TAG24 berichtete), welches ebenfalls hohe Wellen schlug. In diesem wurde gezeigt, wie auf der Straße sitzende Demonstranten von einem Polizisten mit Pfefferspray besprüht wurden. Ob dies gerechtfertigt war, wird zurzeit überprüft.

Die Ermittlungen dauern an.

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