"Radentscheid": Die Biker wollen die Städte übernehmen

Frankfurt/Darmstadt/Kassel - In immer mehr Städten schließen sich Radfahrer zusammen, um höhere Investitionen in den Fahrradverkehr durchzusetzen.

Seit dem 4. April sammelt die Initiative "Radentscheid" in Frankfurt Unterschriften.
Seit dem 4. April sammelt die Initiative "Radentscheid" in Frankfurt Unterschriften.  © DPA (Fotomontage)

In Frankfurt, Darmstadt und Kassel soll dies per Bürgerentscheid geschehen. In der Mainmetropole Frankfurt ist hierfür die Initiative "Radentscheid" aktiv. Die Bewegung will die Bankenstadt innerhalb von acht Jahren zur Fahrradmetropole machen. Seit dem 4. April werden Unterschriften dafür gesammelt.

Hintergrund ist nach Einschätzung des Frankfurter Trend- und Zukunftsforschers Andreas Steinle ein neuer Lebensstil und das Ende der jahrzehntelangen Autofixiertheit: Das Rad werde "zum Ausdruck eines neuen Lifestyles, der für Sportlichkeit, Gesundheit und ökologisches Bewusstsein steht", sagte Steinle der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Radfahrer erobern immer stärker die Städte für sich", hat der Forscher beobachtet. Das Rad sei in den verstopften Ballungsräumen immer häufiger auch die schnellere Fortbewegungsart. "Je mehr sich das Rad als überlegenes Fortbewegungsmittel und Statussymbol herausstellt, desto stärker formieren sich auch die Radfahrer als eine gesellschaftliche Bewegung."

Norbert Sanden vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Hessen erklärt: "Es fahren mehr Menschen Fahrrad, gleichzeitig gibt es mehr Autos und die werden auch noch größer."

Als Radfahrer müsse man sich lauter und deutlicher positionieren, "sonst bleibt man an den Rand gedrängt".

Titelfoto: DPA (Fotomontage)


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