Es hört nicht auf! Rechtsstreit um antiken Pferdekopf geht in die nächste Runde

Frankfurt am Main - Bei Grabungen in Mittelhessen wird ein bronzener Pferdekopf gefunden, Experten sind hingerissen: Denn vermutlich handelt es sich um einen Teil eines prunkvollen Reiterstandbildes, das einst in einer römischen Siedlung stand.

Der vergoldete Pferdekopf steht mittlerweile im Museum.
Der vergoldete Pferdekopf steht mittlerweile im Museum.  © DPA

Doch um den lebensgroßen, vergoldeten Pferdekopf entbrennt ein Streit, der zehn Jahre nach der Entdeckung noch immer die Justiz beschäftigt.

Am Donnerstag 13 Uhr verhandelt das Oberlandesgericht Frankfurt den Fall, bei dem es um die Entschädigung des Grundstückeigentümers aus Waldgirmes (Lahn-Dill-Kreis) geht.

Das Landgericht Limburg hatte das Land Hessen verurteilt, dem Landwirt eine Entschädigung von 763.000 Euro zu zahlen. Dagegen legte das Land Berufung ein.

Auch der Landwirt wehrt sich gegen das Urteil, denn er will mehr Geld haben. Er strebe einen siebenstelligen Betrag an, erklärte das Oberlandesgericht.

Ob an diesem Donnerstag eine Entscheidung bekanntgegeben wird, ist nach Angaben einer Gerichtssprecherin noch unklar. Der Rechtsstreit hatte die Ausstellung der wertvollen Bronze lange verzögert.

Seit August 2018 ist der Pferdekopf im Museum des Römerkastells Saalburg zu sehen.

Streit um antiken Pferdekopf: Gericht schlägt Vergleich vor

Update, 16.30 Uhr: Im Streit über einen bronzenen Pferdekopf, der bei Grabungen in Mittelhessen gefunden worden war, hat das Oberlandesgericht Frankfurt einen Vergleich vorgeschlagen. Das Land solle dem Besitzer des Grundstückes in Waldgirmes (Lahn-Dill-Kreis) rund 748.000 Euro plus Zinsen zahlen, schlugen die Richter nach einer mündlichen Verhandlung am Donnerstag vor.

Beide Seiten erklärten, den Vorschlag innerhalb von drei Wochen überdenken zu wollen.

Der Kopf soll Teil eines Reiterstandbilds sein, dass eine römische Siedlung schmückte.
Der Kopf soll Teil eines Reiterstandbilds sein, dass eine römische Siedlung schmückte.  © DPA

Titelfoto: DPA


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