Schüsse und "Isis"-Rufe in Silvesternacht: Zwei Männer verurteilt

Frankfurt am Main - Weil sie laut Amtsgericht Frankfurt in der Silvesternacht 2015/16 am Mainufer Schüsse abgegeben sowie "Isis ist überall" gerufen hatten, sind zwei jeweils 26 Jahre alte Männer zu Geldstrafen verurteilt worden.

Die beiden Männern waren bereits in erster Instanz zu Geldstrafen verurteilt worden (Symbolfoto).
Die beiden Männern waren bereits in erster Instanz zu Geldstrafen verurteilt worden (Symbolfoto).  © Fredrik von Erichsen/dpa

Die Richter gingen am Dienstag von Bedrohung und unerlaubtem Waffenbesitz aus und verhängten jeweils 1000 beziehungsweise 3000 Euro Geldstrafe (jeweils 100 Tagessätze). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Mitten im Silvestertrubel hatten die beiden Männer laut Urteil plötzlich aus einer Schreckschusspistole mehrere Schüsse abgegeben sowie den Namen der Terrormiliz gerufen.

Besorgte Passanten alarmierten daraufhin die Polizei. Laut Anklage war das Verhalten der Männer dazu geeignet, einen islamistisch motivierten Terroranschlag vorzutäuschen.

Der Staatsanwalt hatte deshalb auch eine noch höhere Geldstrafe wegen Störung des öffentlichen Friedens gefordert.

Bereits in erster Instanz waren die Männer Anfang vergangenen Jahres zu Geldstrafen verurteilt worden. In beiden Prozessen hatten sie lediglich die Schüsse, nicht aber die "Isis"-Rufe eingeräumt.

Mehrere Zeugen hatten die Rufe jedoch eindeutig wahrgenommen. Sowohl die Angeklagten als auch die Staatsanwaltschaft hatten Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Mitten im Silvestertrubel zückten sie eine Schreckschusswaffe (Symbolfoto).
Mitten im Silvestertrubel zückten sie eine Schreckschusswaffe (Symbolfoto).  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: Fredrik von Erichsen/dpa

Mehr zum Thema Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0