Urban Gardening: Die Stadt-Gärtner sind auf dem Vormarsch

Frankfurt - Auf Brachflächen in der Stadt gemeinsam Gemüse anzupflanzen – sogenanntes "Urban Gardening" – boomt aus Expertensicht in Hessen.

Urban Gardening: Ein Kürbis reift in der Stadt.
Urban Gardening: Ein Kürbis reift in der Stadt.  © dpa/Andreas Arnold

Dieser Trend wird auch in der Flächenplanung berücksichtigt. In Frankfurt gebe es beispielsweise 19 Projekte, "und es werden täglich mehr", sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Freitag.

Die Politikerin äußerte sich bei der Vorstellung einer Broschüre des Landes Hessen zu Urbanem Gärtnern im GallusGarten in Frankfurt. Das Grünflächenamt unterstützt nach eigenen Angaben Initiativen mit Hilfen wie Kompost oder Betonkübeln und hat dafür ein Budget von 100.000 Euro im Jahr.

"Es gibt viele gute Gründe für das Gärtnern in urbanen Räumen", sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne). Urbane Gärten trügen zur Lebensqualität im Stadtteil bei, förderten das soziale Miteinander, böten Insekten einen Lebensraum und verbesserten das städtische Klima. Kinder könnten in der Großstadt Naturerfahrungen sammeln und etwas über gesunde Ernährung lernen.

Wie viele Urban-Gardening-Projekte es in Hessen gibt, kann das Umweltministerium nicht sagen. Viele entstünden aus Privatinitiativen und seien nur Anwohnern bekannt.

In der neuen Broschüre "Urbane Gärten" stehen Tipps und Ideen zur Flächensuche und Organisationsform. Auch werden einige Projekte in Hessen vorgestellt.

Wer gleich starten will, findet auf der letzten Seite des Heftchens eine Pflücksalat-Samenmischung. Finanzielle Unterstützung gibt es nach Angaben des Ministeriums unter anderem über Städtebauförderprogramme und direkte Zuschüsse.

Die Broschüre "Urbane Gärten" des Landes Hessen kann auch als PDF aus dem Internet geladen werden.

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold


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