Nach Bus-Warnstreiks: Verdi erwartet Angebot von Unternehmen

Frankfurt am Main - Die Tarifgespräche zwischen den Fahrern privater Busunternehmern und ihren Arbeitgebern gehen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in eine entscheidende Phase.

Durch den Streik kam es damals in vielen hessischen Städten zu Ausfällen und Verspätungen (Symbolfoto).
Durch den Streik kam es damals in vielen hessischen Städten zu Ausfällen und Verspätungen (Symbolfoto).  © DPA

"Wir erwarten, dass heute von den Arbeitgebern ein Angebot vorgelegt wird", sagte Verdi-Sprecherin Ute Fritzel am Mittwoch in Frankfurt.

"Andernfalls dürften wir schon sehr, sehr bald mit Streiks rechnen." Verdi-Angaben zufolge hatten die Arbeitgeber in den bisherigen drei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen sollen am Mittwochvormittag im südhessischen Langen fortgesetzt werden. Zuvor hatte der private Radiosender Hitradio FFH darüber berichtet.

Bereits nach dem Abbruch der dritten Verhandlungsrunde Ende September hatte Verdi zum Warnstreik aufgerufen.

Ausfälle und Verspätungen gab es daraufhin unter anderem in Frankfurt, Darmstadt Offenbach, Gießen, Hanau, Langen, Bad Vilbel, Hofheim sowie in Teilen Nordhessens.

Der Tarifkonflikt in Hessen betrifft rund 4400 Busfahrer. Das aktuelle Grundgehalt der Fahrer liegt bei einem Stundenlohn von 13,50 Euro, die Gewerkschaft fordert eine Anhebung auf 16,60 Euro sowie mehr Urlaubstage. Die Arbeitgeber lehnten dies zuletzt als unrealistisch ab.

Angebot unzureichend: Neue Streiks am Freitag?

Update 18.15 Uhr: Die Gefahr erneuter Warnstreiks von Fahrern privater Busunternehmen in Hessen bleibt bestehen. Zwar hat die Arbeitgeberseite der Gewerkschaft Verdi am Mittwoch bei Tarifgesprächen in Langen (Kreis Offenbach) ein Angebot unterbreitet.

"Doch das ist nicht akzeptabel und nicht verhandlungsfähig", sagte Verdi-Sprecherin Ute Fritzel. Verdi forderte deshalb den Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) auf, bis Donnerstag 15.00 Uhr die Offerte nachzubessern. Ansonsten drohten am Freitag (1. November) erneute Warnstreiks.

Die nächsten Gespräche sollen laut Termin-Planung am 14. November stattfinden, wie Fritzel sagte.

Auch neue Streiks sind nicht auszuschließen (Symbolfoto).
Auch neue Streiks sind nicht auszuschließen (Symbolfoto).  © DPA

Titelfoto: DPA


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