Wegen Autofasten: Vater bringt Qualen leidenden Sohn mit Bahn in Klinik!

Frankfurt - Die Fastenzeit ist in vollem Gange: Während sich die einen Süßigkeiten oder Alkohol verkneifen, versuchen sich andere am bewussteren Umgang mit Plastik.

In der vierten Fastenwoche ist offenbar die Luft raus.
In der vierten Fastenwoche ist offenbar die Luft raus.

Doch auch unter dem Hashtag "Autofasten" versammeln sich zahlreiche Anhänger. Und das teilweise mit fatal erscheinenden Folgen.

Ganz vorne mit dabei: Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF), die zwei auserwählten Probanden seit mittlerweile fünf Wochen die Autoschlüssel vorenthält – natürlich mit deren Einverständnis.

Anstatt sich ins Auto zu setzen und somit gemütlich zur Arbeit zu fahren, einkaufen zu gehen oder Verabredungen wahrzunehmen, heißt es jetzt: Bahnfahren!

Alternativ können die Versuchspersonen aber auch Carsharing-Angebote wahrnehmen, wobei der Fokus augenscheinlich aber natürlich auf Bus, S- und U-Bahnen sowie Straßenbahnen liegt.

Wie "gut" das funktioniert, schildert die VGF in einem Blog und auf Social Media. Während in den ersten Wochen noch die offensichtlichen Vorzüge des ÖPNV-Nutzens angepriesen werden ("Mal bequem auf der Friedberger Landstraße am Stau vorbeirauschen", "Sich einfach in die Tram zu setzen ohne auf den Verkehr achten zu müssen, tut gut"), scheinen in der vierten Fastenwoche so langsam die Ideen für guten Content auszugehen.

Autofasten extrem: Geht das nicht zu weit?

Das Statement ist ganz schön krass...
Das Statement ist ganz schön krass...

So lädt etwa der offenbar gut gemeinte "Tipp zum Überbrücken der Wartezeit" nicht etwa zum Umsetzen sondern vielmehr zum Schmunzeln ein:

"Einfach den Gesamtlinienplan mit Tarifgebieten studieren. Gibt es an jeder Haltestelle und ist sehr informativ", heißt der wenig überzeugende Vorschlag einer Testperson.

Viel krasser allerdings erscheint eine ganz andere Aussage eines der beiden Probanden in der vierten Experiment-Woche. Er scheint das ganze sehr ernst zu nehmen und schreibt:

"Diese Woche hätte ich ohne zu zögern unseren Sohn mit dem Auto in die Klinik gefahren, da er kaum noch gehen konnte vor Schmerzen", heißt es in dem Twitter-Post.

Doch anstatt eilends mit einem Taxi oder einem Carsharing-Wagen ins Krankenhaus zu fahren, wenn nicht sogar einen Rettungswagen zu rufen, traf der Vater eine andere Entscheidung: "Mit viel Stütze und gutem Zuspruch haben wir es schließlich auch mit der Bahn in die Klinik geschafft. Wir leben ja immerhin in einer Großstadt, in der alles mit ÖPNV gut erreichbar ist", so die Aussage des Mannes. Abschließend wird das Zitat noch mit den Worten "Challenge accepted – challenge mastered" gekrönt.

Der leidende Sohn musste also per Bahn in die Klinik, weil Papa eine Challenge mitmacht? Wenn das tatsächlich so passiert sein soll, geht diese Werbebotschaft wohl eher nach hinten los.


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