Widerstand gegen Wohnungsnot: Zwei Bündnisse machen mobil

Frankfurt - Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen ist schon seit langem ein drängendes Problem in der Mainmetropole.

Bezahlbare Wohnungen sind in Frankfurt schon seit langem Mangelware (Symbolbild).
Bezahlbare Wohnungen sind in Frankfurt schon seit langem Mangelware (Symbolbild).  © dpa/Frank Rumpenhorst

Zwar gibt es zahlreiche Bauprojekte in der Bankenstadt am Main, doch all zu oft werden statt Sozialwohnungen Luxus-Apartments aus dem Boden gestampft (TAG24 berichtete).

Schon seit langem gibt es in Frankfurt mehrere kleinere Gruppen, die gegen sogenannte "Gentrifizierung" kämpfen, also die Verdrängung alteingesessener Mieter zur Umwandlung des Wohnraums in Eigentumswohnungen. Nun Bündelt sich der Widerstand gegen Wohnungsnot und überzogene Mieten.

Unter dem Slogan "Wohnraum in Frankfurt? Gibt's nur noch in Offenbach." trommelt ein Bündnis auf Facebook für eine Unterschriften-Aktion. Die Macher wollen "über 20.000 Unterschriften" zusammenbringen, um 2019 einen Bürgerentscheid zu initiieren. Am 25. August soll die Unterschriftensammlung beginnen, die sich "Mietentscheid Frankfurt" nennt.

Laut Hessenschau.de besteht das Bündnis aus "Linkspartei, Paritätischem Wohlfahrtsverband, Hochschulgruppen, Mieter-Initiativen" und anderen Organisationen. Die Organisatoren wollen demnach "erreichen, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding in Zukunft nur noch geförderten Wohnraum schafft", heißt es in dem Bericht.

Man habe sich bewusst an der Aktion "Radentscheid" orientiert. Die Kampagne sammelte mehr als 30.000 Unterschriften für mehr und bessere Radwege in Frankfurt (TAG24 berichtete).

Der "Mietentscheid" ist aber nicht die einzige Aktion, die mobil gegen die Wohnungsnot in der Mainmetropole macht. Das Bündnis "#Mietwahnsinn-Hessen" ruft ebenfalls zum Widerstand auf.

Unter dem Motto "Widersetzen" soll am 20. Oktober vor dem Hauptbahnhof Frankfurt "gegen Spaltung und Verdrängung" und für bezahlbaren Wohnraum demonstriert werden.

Hinter "#Mietwahnsinn-Hessen" stehen der Deutsche Gewerkschaftsbund Hessen (DGB), die Diakonie Hessen, der DMB Mieterschutzverein Frankfurt und zahlreiche weitere Organisationen.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0