Mord aus Habgier? 51-Jähriger soll Frau in Park gelockt und mit 21 Messerstichen getötet haben

Frankfurt am Main - Eine schreckliche Bluttat wird vom heutigen Dienstag an vor dem Landgericht Frankfurt verhandelt. Es geht um den Tod einer jungen Frau. Ihr blutüberströmter Körper wurde im Mai 2018 im Frankfurter Niddapark gefunden. Später wurden 21 Messerstiche bei der Leiche festgestellt.

Das Foto zeigt Mitarbeiter der Spurensicherung am 9. Mai 2018 am Fundort der Leiche im Niddapark.
Das Foto zeigt Mitarbeiter der Spurensicherung am 9. Mai 2018 am Fundort der Leiche im Niddapark.  © Boris Roessler/dpa

Die schreckliche Tat hatte großes Aufsehen erregt. Ein Spaziergänger hatte die Leiche der Frau Anfang Mai 2018 entdeckt, als er mit einem Hund im Niddapark unterwegs gewesen war (TAG24 berichtete).

Vor dem Landgericht Frankfurt muss sich deswegen nun von Dienstag an ein Frankfurter Gastronom verantworten.

Die Anklage legt ihm Mord aus Habgier sowie zur Ermöglichung weiterer Straftaten zur Last. Der 51-Jährige soll bei der Frau erhebliche Schulden gehabt haben.

Am Abend des 8. Mai vergangenen Jahres lockte er sein Opfer laut Anklage zu einem gemeinsamen Spaziergang in den Niddapark. Dort soll er die 29-Jährige mit 21 Messerstichen in Brust, Kopf und Nacken getötet haben.

Der Angeklagte soll mit der Uhr, einem Diamantring und den Autoschlüsseln des Opfers geflüchtet sein. Drei Tage nach der Tat wurde er festgenommen.

Dem Vernehmen nach will der Mann vor Gericht zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Neben dem Mordvorwurf wird es in dem Prozess vor der Schwurgerichtskammer auch um waffenrechtliche Verstöße sowie Urkundenfälschung gehen, die dem Angeklagten zur Last gelegt werden.

So soll er seine Gaststätte auf der "Fressgass" in der Innenstadt von Frankfurt mit gefälschten Bilanzdaten zum Kauf angeboten haben.

Opfer und Angeklagter waren schon 2017 in den Schlagzeilen

Der mutmaßliche Täter und sein Opfer gelangten bereits Anfang 2017 in die Schlagzeilen, nachdem sie von angeblichen sexuellen Belästigungen eines Mobs arabischstämmiger Männer in der Silvesternacht in ihrem Lokal berichtet hatten. Dies stellte sich als erfunden heraus.

Das Frankfurter Landgericht steht vor einem Prozess mit ausgedehnter Beweisaufnahme. Die Terminliste mit 18 Verhandlungstagen reicht vorerst bis Mitte Januar kommenden Jahres.

Update, 14.23 Uhr: "Ich habe Irina nicht umgebracht", ließ der Angeklagte zu Beginn einer längeren Erklärung über seinen Verteidiger verlauten.

Zugleich brachte der 51-Jährige einen unbekannten Dritten ins Spiel (TAG24 berichtete).

Blumen, Grablichter und Porträts der Getöteten standen am 15. Mai 2018 an der Stelle im Niddapark, wo die Leiche einer jungen Frau gefunden worden war.
Blumen, Grablichter und Porträts der Getöteten standen am 15. Mai 2018 an der Stelle im Niddapark, wo die Leiche einer jungen Frau gefunden worden war.  © Boris Roessler/dpa

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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