Mann stürzt in Bach und stirbt: Wie gefährlich sind die Krankheitserreger im Wasser wirklich?

Vor allem Darmbakterien gelangen durch Kläranlagen-Einleitungen in die Gewässer (Symbolbild).
Vor allem Darmbakterien gelangen durch Kläranlagen-Einleitungen in die Gewässer (Symbolbild).  © DPA

Frankfurt - Das Wasser des Eschbachs im Norden der Mainmetropole ist stark mit multuresistenten Krankheitserregern kontaminiert.

Dies bestätigte Prof. Dr. Ursel Heudorf, die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes von Frankfurt, bei einer Befragung durch den Ortsbeirat 15 (Nieder-Eschbach) am Freitag, wie die Frankfurter Neue Presse (FNP) am Montag berichtete.

Demnach ist das Wasser des Baches so stark verseucht, dass es nicht einmal zum Gießen bedenkenlos verwendet werden kann. Insbesondere für Kinder besteht eine Gefahr, wenn sie am Eschbach spielen.

Multuresistente Keime (Bakterien oder Viren) sind äußerst gefährlich, das sie gegen diverse Antibiotika beziehungsweise Virostatika unempfindlich sind. Bei einer Erkrankung sind zahlreiche erprobte Medikamente daher wirkungslos.

Die FNP spekuliert, ob der Tod eines Mannes mit den Krankheitserregern im Eschbach zusammenhängt. Wie die Zeitung schreibt, ist im Sommer ein erwachsener Mann in den Eschbach gestürzt und hinterher gestorben, "infiziert mit hochresistenten Keimen". Ob die Erreger in diesem Fall durch das Wasser des Eschbachs übertragen wurden ist jedoch unklar.

Die Herkunft der Keime hängt laut Zeitungsbericht mit Einleitungen aus einer Kläranlage in den Bach zusammen.

Titelfoto: DPA


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