Mann meldet bewaffnete Person in S-Bahn: Polizei-Großeinsatz und Sperrung

Frankfurt - Alarm am Bahnhof im Frankfurter Stadtteil Niederrad! Dort hatte ein Mann eine bewaffnete Person in einer S-Bahn gemeldet.

In den Morgenstunden des Mittwochs wurde eine bewaffnete Person in einer S-Bahn gemeldet (Symbolbild).
In den Morgenstunden des Mittwochs wurde eine bewaffnete Person in einer S-Bahn gemeldet (Symbolbild).  © DPA

Wie ein Sprecher der Bundespolizei in Frankfurt am Mittwoch meldete, habe sich der entsprechende Vorfall gegen 7.45 Uhr ereignet. Zu diesem Zeitpunkt habe ein 45-jähriger Mann aus Wiesbaden dem Lokführer einer S-Bahn der Linie S9 mitgeteilt, dass sich eine bewaffnete Person im Zug aufhalten würde.

Umgehend rückte ein Großaufgebot der Polizei am Bahnhof in Niederrad an, dieser wurde aufgrund der Meldung komplett gesperrt. Kurz nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass der 45-Jährige, der die bewaffnete Person gemeldet hatte, stark verwirrt war.

Den Beamten teilte er bei der Befragung mit, dass es nicht nur eine bewaffnete Person gäbe, sondern sogar elf. Eine von ihn solle ihn sogar bereits beschossen haben. Die Durchsuchung des Zuges ergab keinerlei Hinweise auf eine Person die im Besitz einer Schusswaffe war. Somit wurde die Sperrung des Bahnhofes gegen 8.30 Uhr wieder aufgehoben.

Der Wiesbadener wurde zur Wache der Bundespolizei im Frankfurter Hauptbahnhof geleitet und dort in Gewahrsam genommen. Dort wurden seine Personalien festgestellt und ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschen einer Straftat und dem Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen eingeleitet.

Nachdem diese Maßnahmen abgeschlossen wurden, wurde der Mann in eine psychiatrische Klinik überwiesen. Die gestoppte S-Bahn konnte ihre Fahrt mit einer Verspätung von rund 30 Minuten fortsetzen. 56 weitere S-Bahnen waren ebenfalls von dem Zwischenfall betroffen.

Titelfoto: DPA

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