Geh- und sehbehinderte Frau (87) überfallen und misshandelt

Frankfurt - Ein 58-Jähriger soll im vergangenen April eine 87 Jahre alte Frau in deren Wohnung überfallen und misshandelt haben.

Zum Glück hörten Nachbarn die Hilferufe der Frau und alarmierten die Polizei (Symbolbild).
Zum Glück hörten Nachbarn die Hilferufe der Frau und alarmierten die Polizei (Symbolbild).  © DPA (Fotomontage)

Seit Mittwoch muss sich der Mann deswegen vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.

Am ersten Verhandlungstag wurde lediglich die Anklageschrift verlesen. Danach soll der Angeklagte in die Wohnung des Opfers in Frankfurt-Oberrad eingedrungen sein und die geh- und sehbehinderte Frau im Schlaf überrascht haben.

Nachdem er sie gewürgt und gefesselt habe, sei er mit Gemälden, Uhren und Bargeld verschwunden.

Nachbarn hatten die Hilferufe der Frau gehört und die Polizei alarmiert. Als der Notarzt eintraf, war das Gesicht der Frau bereits blau angelaufen, hieß es in der Anklage. Sie war mit einer Bettdecke geknebelt worden.

Die Frau überlebte den Überfall, dennoch geht die Staatsanwaltschaft von einem Mordversuch zur Verdeckung des Raubs aus.

Die Frau war offenbar kein Zufallsopfer: Der Angeklagte und die 87-Jährige sollen sich während eines längere Zeit zurückliegenden Krankenhausaufenthalts kennengelernt und mehrfach in der Wohnung der Frau getroffen haben. Einmal habe der Mann auch gegen den Willen der Frau in deren Keller übernachtet, hieß es.

Der Angeklagte äußerte er sich zu Prozessbeginn nicht zu den Vorwürfen. Nach Angaben seines Verteidigers will er jedoch an einem der kommenden Verhandlungstage dazu Stellung nehmen.

Für den Prozess sind bis Ende März noch sieben Verhandlungstage vorgesehen.

Titelfoto: DPA (Fotomontage)

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0