Evakuierung und Bombenentschärfung in Frankfurt erfolgreich beendet

Frankfurt am Main - Die 500-Kilogramm-Bombe, die Ende Juni bei Bauarbeiten in Frankfurt-Ostend gefunden wurde, soll am Sonntag entschärft werden. Davor ist eine groß angelegte Evakuierung notwendig.

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt ist von den Sperrungen betroffen.
Auch die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt ist von den Sperrungen betroffen.  © dpa/Boris Rössler

Mehr als 16.000 Anwohner zu beiden Seiten des Mains müssen am Sonntag bis 8 Uhr ihre Wohnungen und den gesamten Evakuierungsbereich in Frankfurt verlassen.

Die Feuerwehr hat eine Grafik online gestellt, welche die exakten Umrisse der Evakuierungszone darstellt.

Im Zoogesellschaftshaus (Alfred-Brehm-Platz 16, 60316 Frankfurt) ist eine Betreuungsstelle für alle von der Evakuierung betroffenen Anwohner eingerichtet. Diese ist laut Mitteilung der Feuerwehr ab 7 Uhr am Sonntagmorgen geöffnet.

Auch der öffentliche Nahverkehr ist von der Bombenentschärfung betroffen. Die Nahverkehrsgesellschaft traffiQ hat alle relevanten Informationen auf einer Website versammelt.

Demnach werden die U-Bahn-Linie U6, die Straßenbahnlinie 11 sowie die Buslinien 32 und 45 von den Sperrungen ebenso betroffen sein wie der Verkehr der S-Bahnen und Regionalbahnen: Die Bahnstrecken zwischen Frankfurt und Hanau werden laut traffiQ von 12 Uhr bis voraussichtlich 17 Uhr gesperrt.

Am Sonntag Entschärfung von Weltkriegsbombe in Frankfurt

Polizisten bei einer Lagebesprechung in unmittelbarer Nähe des Blindgängers.
Polizisten bei einer Lagebesprechung in unmittelbarer Nähe des Blindgängers.  © dpa/Boris Rössler

Die Entschärfung der Weltkriegsbombe in Frankfurt-Ostend durch den Kampfmittelräumdienst kann erst erfolgen, wenn die Evakuierung komplett abgeschlossen ist.

Die Feuerwehr rechnet damit, dass die Sperrungen voraussichtlich gegen 18 Uhr aufgehoben werden.

Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen jedoch, dass sich die Evakuierung und damit auch die Entschärfung der Bombe erheblich verzögern können, wenn einzelne Anwohner der Evakuierungsaufforderung nicht Folge leisten.

Dies zeigte sich zuletzt bei einer Bombenentschärfung in Frankfurt-Gallus im Oktober 2018 (TAG24 berichtete).

Die Frankfurt-Redaktion von TAG24 wird am Sonntag in einem Live-Ticker über den Fortgang der Evakuierung und die Bombenentschärfung in Frankfurt-Ostend berichten.

Bombe entschärft: Alle Absperrungen aufgehoben!

15.40 Uhr: "GESCHAFFT!", mit diesem Ausruf begann die Feuerwehr Frankfurt ihren Tweet, mit dem sie die Entschärfung der 500-Kilogramm-Bombe in Frankfurt-Ostend bekannt gab. "Die Absperrungen und Evakuierungsbereiche sind aufgehoben", heißt es weiter in der Mitteilung.

Das Foto zeigt die entschärfte 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe.
Das Foto zeigt die entschärfte 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe.  © dpa/Boris Roessler
Der Screenshot zeigt eine Grafik der Feuerwehr Frankfurt. Die Evakuierungszone ist rot markiert.
Der Screenshot zeigt eine Grafik der Feuerwehr Frankfurt. Die Evakuierungszone ist rot markiert.  © Feuerwehr Frankfurt

13.54 Uhr: Die Entschärfung der Weltkriegsbombe im Frankfurter Ostend sollte von nun an rund vier Stunden in Anspruch nehmen.

13.50 Uhr: Mit einem kurzen und knappen "Uff gehts" informiert die Feuerwehr in Frankfurt per Twitter über den Start der Entschärfung. Zuvor hatte sich diese aufgrund nachträglich gemeldeter Transporte verzögert.

13.05 Uhr: Währenddessen twitterte die Frankfurter Feuerwehr, dass die Evakuierungstransporte gänzlich abgeschlossen seien. Die Rettungskräfte haben hiernach den Bereich der Evakuierung verlassen.

13 Uhr: Unerwartete Verzögerung der für 12 Uhr geplanten Bombenentschärfung! Erneut muss die Polizei das betroffene Gebiet durchkämmen, da dort noch immer Anwohner vermutet werden. Erst nach vollständiger Leerung der Evakuierungszone kann mit der Entschärfung begonnen werden.

12.20 Uhr: Auch die Frankfurter Feuerwehr bestätigt die beinahe abgeschlossene Evakuierung: "Die Transporte der mobilitätseingeschränkten Personen sind fast abgeschlossen", heißt es auf dem Twitter-Kanal. Demnach seien Stand jetzt 289 von insgesamt 296 angeforderten Transporten abgeschlossen.

12.09 Uhr: Die Evakuierung ist laut Polizei in den letzten Zügen. "Danke #Frankfurt! Die Evakuierung lief nach Plan und ihr habt super mitgeholfen", hieß es auf dem Twitter-Account der Polizei Frankfurt. Weitere Informationen zum genauen Start der Entschärfung wird es wohl in Kürze geben.

12.06 Uhr: Auch die Zoo-Tiere im Frankfurter Zoo, der aufgrund der Evakuierung und darauffolgenden Bombenentschärfung am Sonntag geschlossen bleibt, sind von dem Prozedere indirekt betroffen. Für sie geht es vorerst zurück in die Ställe und jeweiligen Häuser, wie eine Sprecherin mitteilte.

11.53 Uhr: Sollte die Evakuierung auch weiterhin ähnlich positiv und reibungslos verlaufen, soll die Entschärfung der Weltkriegsbombe gegen 12 Uhr beginnen

10.57 Uhr: Wie der Flughafenbetreiber Fraport auf seiner Homepage mitteilt, kommt es im Verlaufe der Bombenentschärfung zu Einschränkungen im Flugverkehr. Diese könnten sich ab etwa 12 Uhr in Form von "veränderten An- und Abflugrouten am Flughafen Frankfurt".

Darüber hinaus werden Passagiere gebeten, sich rechtzeitig über den Status ihrer jeweiligen Flüge zu informieren.

10.55 Uhr: Laut eines Feuerwehrsprechers laufen zur Zeit "die Transporte der mobilitätseingeschränkten Personen". Dabei gebe es Stand jetzt keinerlei Komplikationen.

10.25 Uhr: "Wir haben dafür (Anm. d. Red.: Die Entschärfung der Bombe) etwa vier Stunden eingeplant", sagte René Bennert vom Kampfmittelräumdienst, der zusammen mit einem Kollegen den Sprengkörper entschärfen sollte. Dabei sollten beide Zünder der Bombe ferngesteuert aus der Bombe herausgeschnitten werden. Die besondere Herausforderung sei, dass die Zünder stark deformiert seien, sagte Bennert zu den möglichen Problemen. Eine kontrollierte Sprengung der amerikanischen Bombe solle es aber "definitiv nicht geben".

10.22 Uhr: Wichtige Durchsage der Polizei im Bezug auf die Evakuierung: "Dies gilt auch für die Personen im Pilsstübchen"

10.11 Uhr: Nicht nur Einsatzkräfte aus Frankfurt sind bei der Bombenentschärfung im Einsatz. Unter anderem unterstützt auch das Technische Hilfswerk aus Seligenstadt die Evakuierung. Insgesamt sind mehr als 700 Feuerwehrleute und mehrere Hunder Polizisten im Einsatz.

9.58 Uhr: Wie die Polizei berichtet, verlaufen die Evakuierungsmaßnahmen und Vorbereitungen zur Bombenentschärfung voll und ganz nach Plan. "Wir kommen gut voran", heißt es auf dem Twitter-Account der Polizei Frankfurt. Darüber hinaus informiert die Dienststelle, dass 5. Revier am Sonntag in der Evakuierungszone im Einsatz sein wird.

9 Uhr: Die Frankfurter Feuerwehr weist auf Twitter nochmals auf die Betreuungsstelle im Zoogesellschaftshaus für betroffende Anwohner hin. Aktuell würden rund 130 Personen das Angebot am Alfred-Brehm-Platz wahrnehmen.

8.38 Uhr: Wie die Polizei auf Twitter informiert, stehen rund um die Absperrungen Beamte auch jederzeit für Fragen zur Weltkriegsbomben-Entschärfung zur Verfügung.

8.30 Uhr: Mittlerweile sind alle vorgesehenen Straßensperren aufgestellt.

8.15 Uhr: Auch auf Twitter beginnt die Polizei nun mit ihrer Berichterstattung zur Bombenentschärfung. Die Einsatzkräfte wiesen nochmals darauf hin, dass die betroffenen Wohnungen möglichst bereits geräumt sein sollten. "Hört bitte auf unsere Durchsagen", ist eine weitere wichtige Bitte der Polizei an alle Anwohner.

8.02 Uhr: Die offizielle Frist für die Räumung des Sperrgebietes ist vorüber. Nun werden die Einsatzkräfte prüfen, ob tatsächlich alle betroffenen Anwohner ihre Wohnung geräumt haben, dabei soll auch ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera behilflich sein. Erst nach der offiziellen Freigabe durch die zuständigen Einsatzkräfte dürfen Menschen ihre Wohnungen wieder betreten.

7.45 Uhr: In gut 15 Minuten müssen alle betroffenen Anwohner die Sperrzone verlassen haben. Schon am Samstag waren Bewohner eines Pflegeheimes sowie 25 Wachkomapatienten evakuiert worden. "Die Verlegung ist problemlos angelaufen", sagte ein Feuerwehrsprecher.

Bereits am Samstag war ein Pflegeheim im Evakuierungsbereich geräumt worden.
Bereits am Samstag war ein Pflegeheim im Evakuierungsbereich geräumt worden.  © dpa/Boris Rössler

Titelfoto: dpa/Boris Roessler

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