Reibungsloser Ablauf: Weltkriegsbombe in Frankfurt erfolgreich gesprengt

Frankfurt - Die Bombenfunde in der Bankenstadt Frankfurt häufen sich aktuell. Am Donnerstag meldete die Feuerwehr einen erneuten Fund einer Weltkriegsbombe im Frankfurter Ostend.

Diesmal wurde ein Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg im Frankfurter Ostend gefunden (Symbolbild).
Diesmal wurde ein Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg im Frankfurter Ostend gefunden (Symbolbild).  © DPA

Über das soziale Netzwerk Twitter informierte die Frankfurter Feuerwehr am frühen Nachmittag über den Bombenfund: "Fund einer Weltkriegsbombe am Ratswegkreisel im Ostend", heißt es im Tweet, dem ein Kartenausschnitt mit dem genauen Fundort des Sprengkörpers beigefügt ist.

Doch noch sind sich die Einsatzkräfte nicht einige, wie mit der Bombe vorgegangen werden muss. So ermittele man zurzeit noch "welche Maßnahmen wann erforderlich" seien. Im Falle einer Entschärfung sei vorläufig eine Evakuierungsradius von 150 Metern erforderlich, heißt es im Tweet der Feuerwehr weiter.

Eine Entschärfung hätte mitunter aber nicht nur für die Anwohner Konsequenzen. Denn der Ratswegkreisel ist ein wichtiger Verkehrsknoten. Somit könnte ein größerer Einsatz auch schwerwiegende Einfluss auf den Verkehr nehmen.

UPDATE 21.44 UHR: WELTKRIEGSBOMBE ERFOLGREICH GESPRENGT

Wie die Feuerwehr mitteilte, verlief die kontrollierte Sprengung der Überreste einer 500 Kilogramm-Weltkriegsbombe im Frankfurter Nordend reibungslos. Auf Twitter schrieben die verantwortlichen Einsatzkräfte, dass die eingerichteten "Sperrungen in Kürze aufgehoben" werden. Einzig die Abfahrt Frankfurt-Ost der A661 aus Richtung Egelsbach bliebe bis auf Weiteres für Kontrollarbeiten an Versorgungsleitungen gesperrt.

UPDATE 21.02 UHR: HUBSCHRAUBER ÜBERFLIEGT EVAKUIERUNGSBEREICH

Wie die Feuerwehr auf Twitter bekanntgab, überfliegt aktuell ein Hubschrauber der Frankfurter Polizei den Evakuierungsberich im Nordend. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera soll sichergestellt werden, dass sich keine Personen mehr im Sperrbereich aufhalten, wenn die für 21.15 Uhr geplante Sprengung startet.

Wie viele Personen genau aus der Gefahrenzone gebracht wurden, sagte die Feuerwehr nicht. Aufgrund des kleinen Evakuierungsradius sei die Zahl aber "extrem gering".

UPDATE 15.59 UHR: ENTSCHÄRFUNG FINDET IN DEN ABENDSTUNDEN STATT

Wie die Polizei am Donnerstagnachmittag berichtete, sollen die Reste einer rund 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe noch in den Abendstunden entschärft werden. Die Reste beinhalten den Zünder mit einer "Sprengstoffmenge von rund zehn Kilogramm" wie ein Polizeisprecher weiter berichtete.

Nach Bewertung durch den Kampfmittelräumdienst ist eine Entschärfung nicht möglich, so dass der Sprengstoff vor Ort durch eine gezielte Sprengung unschädlich gemacht werden muss. Schutzmaßnahmen umfassen die Abdeckung der Bombe mit Erde sowie die Aufstellung eines Wasserbehälters, der rund 24.000 Liter Wasser fasst.

Die Sprengung ist für 21.15 Uhr am Donnerstagabend geplant, spätestens eine Stunde zuvor soll der Evakuierungsbereich geräumt sein. Die Sprengung soll laut Angaben der Einsatzkräfte rund 20 Minuten in Anspruch nehmen.

Für den Zeitraum der Evakuierung werden die Autobahn A661 und Teile der Hanauer Landstraße kurzzeitig gesperrt. Weiterhin werden die Straßenbahnlinien 11 und 12 sowie die Buslinie 103 zeitweise ihren Betrieb einstellen.

Titelfoto: DPA

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