Gesicht der Frankfurter Auschwitz-Prozesse: Gedenkakt für Fritz Bauer

Frankfurt - Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (1903-1968) hat sich in der Nachkriegszeit der juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen verschrieben.

Vor 50 Jahren fand seine Haushälterin den ehemaligen Generalstaatsanwalt tot in seiner Badewanne (Archivbild).
Vor 50 Jahren fand seine Haushälterin den ehemaligen Generalstaatsanwalt tot in seiner Badewanne (Archivbild).  © DPA

Sein Name ist vor allem mit den Frankfurter Auschwitz-Prozessen (1963-1965) verbunden, die weit über die Bundesrepublik hinaus ein Zeichen setzten. 50 Jahre nach seinem Tod wird Bauer nun am Sonntag (11.30 Uhr) mit einem Gedenkakt in der Frankfurter Paulskirche geehrt.

Dazu wird auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet, der ein Grußwort sprechen wird. Frankfurt ist durch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) vertreten, das Land durch den stellvertretenden Ministerpräsidenten Tarek Al-Wazir (Grüne). Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei von der Universität Jena wird einen Vortrag halten.

Frei war einige Jahre lang auch Vorsitzender des 1995 gegründeten Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt. Es wird von Stadt und Land Hessen finanziell getragen und erforscht die Geschichte der nationalsozialistischen Massenverbrechen.

Titelfoto: DPA


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