Physiotherapeut soll Patientin mit dem Finger vergewaltigt haben

Frankfurt am Main - Ein Physiotherapeut (55) soll eine Patientin (40) mit dem Finger vergewaltigt haben. Das hat der 55-Jährige nun vor Gericht bestritten.

Es sei nicht immer zu vermeiden, dass man bei einer Massage um unteren Rücken in die Nähe der Genitalien käme, hatte der Angeklagte zu Beginn des Prozesses gesagt
Es sei nicht immer zu vermeiden, dass man bei einer Massage um unteren Rücken in die Nähe der Genitalien käme, hatte der Angeklagte zu Beginn des Prozesses gesagt

Seit Montag muss sich der Mann vor dem Amtsgericht Frankfurt wegen verantworten.

Er soll der 40-Jährigen im Oktober vergangenen Jahres während einer Massage am unteren Rücken mit zwei Fingern in ihr Geschlechtsteil gegriffen haben.

Obwohl die Frau fragte, "was das soll", setzte er die Behandlung laut Anklage zunächst fort.

Vor Gericht bestritt der Angeklagte den Vorwurf. Es sei grundsätzlich nicht immer zu vermeiden, dass bei Massagen in dieser Körperzone Genitalien berührt würden.

Sollte der Patientin dadurch ein unangenehmes Gefühl entstanden sein, entschuldige er sich dafür.

Die 40-Jährige bestätigte im Zeugenstand dagegen die Version der Anklage. Nach Rücksprache mit ihrem Ehemann habe sie den Vorfall später bei der Polizei angezeigt.

Das Gericht will noch weitere Zeugen hören, darunter eine Ärztin, die regelmäßig Patientinnen an den Therapeuten überwiesen hatte.

Darüber hinaus soll der Angeklagte schon früher einmal eine Patientin unsittlich berührt haben. Auch diese Zeugin soll vor Gericht aussagen. Der Prozess wird kommende Woche fortgesetzt.

Seit Montag muss sich der 55-Jährige vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten.
Seit Montag muss sich der 55-Jährige vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten.  © DPA

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