Mann (58) beim Gassi-Gehen mit Hantel gegen Kopf geschlagen: Täter ohne Erinnerung

Frankfurt am Main - Ein Mann soll einen Spaziergänger mit einer Hantel schwer verletzt haben - nun muss sich der 24-Jährige seit Freitag vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.

Der Tatverdächtige wurde nach der Tat von der Polizei festgenommen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft die Unterbringung in der Psychiatrie beantragt.
Der Tatverdächtige wurde nach der Tat von der Polizei festgenommen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft die Unterbringung in der Psychiatrie beantragt.  © 123rf/Christian Horz

Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung aus, hat jedoch die Unterbringung des mutmaßlichen Täters in der Psychiatrie beantragt. Der Mann gilt als schizophren und damit schuldunfähig.

Der 58 Jahre alte Hundehalter aus Frankfurt-Kalbach hatte laut Gericht im Dezember 2018 spätabends seinen kleinen Mops noch einmal auf den Bürgersteig vor dem Haus geführt, als plötzlich ein unbekannter Mann mit einer zweieinhalb Kilogramm schweren Hantelstange angriff.

Das Opfer wurde insgesamt achtmal am Kopf getroffen und dabei schwer verletzt.

Der mutmaßliche Täter wurde mehrere Monate nach seiner Festnahme psychiatrisch untersucht und vorläufig in die Psychiatrie eingewiesen.

Am ersten Verhandlungstag äußerte er sich lediglich zu seinem Lebenslauf. An die Tat selbst habe er keinerlei Erinnerung, sagte sein Verteidiger.

Nachdem er begonnen habe, regelmäßig Haschisch und Cannabis zu rauchen, sei es immer wieder zu Psychosen und Verfolgungswahn gekommen, sagte der 24-Jährige. Wegen Depressionen war er bereits kurzzeitig in einem Krankenhaus.

Die Schwurgerichtskammer hat vorerst drei weitere Verhandlungstage bis Mitte Februar angesetzt.

Die Schwurgerichtskammer hat vorerst drei weitere Verhandlungstage bis Mitte Februar angesetzt.
Die Schwurgerichtskammer hat vorerst drei weitere Verhandlungstage bis Mitte Februar angesetzt.  © dpa/Frederik von Erichsen

Titelfoto: 123rf/Christian Horz

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