Nach großangelegter Durchsuchung: Mutmaßliches Terroristen-Ehepaar hinter Gitter

Frankfurt am Main/Raunheim - Nach großangelegten Durchsuchungen in Südhessen befinden sich zwei mutmaßliche Islamisten in Untersuchungshaft.

Die Eheleute wurden am Donnerstag von der Polizei festgenommen (Symbolbild).
Die Eheleute wurden am Donnerstag von der Polizei festgenommen (Symbolbild).  © DPA

Die 26-jährigen Eheleute waren am Donnerstag in Raunheim (Kreis Groß-Gerau) festgenommen worden.

Noch am gleichen Tag seien sie dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden, der Haftbefehl erlassen habe, erklärte ein Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Freitag.

Sie sollen Ende 2016 mit ihren beiden Kleinkindern in die Türkei gereist sein und erfolglos versucht haben, zu "dschihadistischen Zwecken" in ein von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beherrschtes Gebiet in Syrien zu gelangen.

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Sie wurden festgenommen und nach Deutschland abgeschoben. Rund 200 Polizisten hatten insgesamt 15 Wohnungen in Südhessen und Nordrhein-Westfalen durchsucht.

Die Aktion richtete sich den Angaben zufolge gegen insgesamt zwölf Beschuldigte im Alter zwischen 22 und 33 Jahren mit deutscher beziehungsweise deutsch-marokkanischer Staatsangehörigkeit. Ermittelt werde wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat oder Beihilfe dazu.

Die Beschuldigten sollen versucht beziehungsweise anderen dabei geholfen haben, nach Syrien auszureisen, um dort an Kampfhandlungen und Anschlägen von islamistisch-terroristischen Gruppierungen teilzunehmen.

Titelfoto: DPA

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