Frankfurt macht ernst: Zahlen Hausbesetzer nach 34 Jahren endlich Miete?

In der ersten Runde der Römer-Koalition am 15. August will die Stadt über die selbstverwalteten Zentren in Frankfurt reden.
In der ersten Runde der Römer-Koalition am 15. August will die Stadt über die selbstverwalteten Zentren in Frankfurt reden.  © DPA

Frankfurt - Es ist das am längsten besetzte Gebäude Deutschlands: Seit 34 Jahren wohnen "In der Au 14-16" in Frankfurt-Rödelheim etwa 30 Menschen. Das Ganze - selbstredend - ohne Miete zu zahlen. Doch damit soll bald Schluss sein.

Denn die Stadt Frankfurt will laut FR durchgreifen, künftig wissen, wer genau im Haus wohnt. Am 15. August steht die erste Römer-Koalition nach den Sommerferien ins Haus. SPD und Grüne stimmten Gesprächen mit den Eigentümern zu, die CDU hatten schon zuvor eine Beendigung des "rechtlosen Zustands" gefordert.

Für die SPD-Fraktionsvorsitzende Ursula Busch steht dabei vor allen Dingen ein Faktor im Vordergrund: Die Bewohner sollen endlich Miete zahlen. Dafür müsse man allerdings "vernünftig verhandeln". Auch die Grünen begrüßen die Gespräche mit den Grundstück-Besitzern, hielten sich aber ob einer möglichen Mietzahlung bislang bedeckt. Für ein Durchgreifen über Gespräche hinaus bestünde derzeit kein Bedarf.

Auch über das besetzte "Café ExZess" an der Leipziger Straße sowie das ehemalige Polizeigefängnis Klapperfeld soll geredet werden.


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