Plante Salafisten-Trio Finanzierung von Anschlägen mit Geld vom Job-Center?

Frankfurt am Main - Mit der Verlesung der Anklageschrift soll am morgigen Montag (8.30 Uhr) der Prozess um die Vorbereitung salafistischer Anschläge mit Zuwendungen vom Job-Center fortgesetzt werden.

Fotomontage: Das Geld sollen die Männer für eine Kaufverhandlung zum Waffenerwerb und das Mieten eines Autos genutzt haben (Symbolbild).
Fotomontage: Das Geld sollen die Männer für eine Kaufverhandlung zum Waffenerwerb und das Mieten eines Autos genutzt haben (Symbolbild).  © Montage: DPA/Jan Woitas, Boris Rössler

Vor dem Landgericht Frankfurt sind zwei 32 Jahre alte Zwillingsbrüder aus Wiesbaden und Frankfurt angeklagt, sowie ein 22 Jahre alter Mann aus Offenbach (TAG24 berichtete). Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Terrorismus-Finanzierung vor (AZ 6160 Js 200625/19).

Der Anklage zufolge nutzten die Männer einen Betrag von 1600 Euro, der ihnen vom Job-Center für die Bezahlung einer Mietwohnung gezahlt worden war, um die Kaufverhandlungen für eine Waffe zu führen sowie ein Fahrzeug zu mieten.

Dabei ging es den Angaben zufolge um Anschläge auf Polizisten und auf größere Menschenmengen. Der Prozess hatte bereits am 14. Februar vor der Staatsschutzkammer begonnen.

Nach de Erörterung der Personalien war die Verhandlung jedoch wegen neuer Akten unterbrochen worden.

Prozess gegen Salafisten in Frankfurt: Anklageschrift verlesen

Update, 16.20 Uhr: Mit der Verlesung der Anklageschrift ist am Montag der Prozess gegen ein mutmaßliches Salafisten-Trio vor dem Landgericht Frankfurt fortgesetzt worden.

Am zweiten Prozesstag ließen die Angeklagten vor der Staatsschutzkammer erkennen, dass sie sich zumindest zu ihren Lebensläufen und ihrer religiösen Einstellung vor Gericht äußern würden. Ob sie auch zu den Tatvorwürfen Stellung nehmen werden, steht derzeit noch nicht fest.

Der Prozess war bereits Mitte Februar nach der Erörterung der Personalien ins Stocken geraten. Erst kurz zuvor war umfangreiches Aktenmaterial eingegangen, dass von den Prozessbeteiligten noch durchgearbeitet werden musste.

Dabei ging es besonders um Protokolle polizeilicher Abhörmaßnahmen, die zur Festnahme der Männer geführt hatten.

Der Prozess findet vor dem Landgericht in Frankfurt statt (Symbolbild).
Der Prozess findet vor dem Landgericht in Frankfurt statt (Symbolbild).  © dpa/Fredrik von Erichsen

Titelfoto: Montage: DPA/Jan Woitas, Boris Rössler

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